Erik Bulatov:
Buch "Freiheit ist Freiheit - Freedom is Freedom"

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Erik Bulatov: Buch "Freiheit ist Freiheit - Freedom is Freedom"

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96 Seiten | Format 23,5 x 29 cm | Sprachen: Deutsch, Englisch

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Erik Bulatov: Buch "Freiheit ist Freiheit - Freedom is Freedom"

Erik Bulatov zählt wie Ilya Kabakov zu einer kleinen aber bedeutenden Gruppe russischer Künstler, die abseits der staatlichen Reglementierungen des sowjetischen Kunstbetriebs zu ganz eigenständigen künstlerischen Ausdrucksformen gefunden haben.

Das Buch präsentiert umfassend das Werk des heute in Paris lebenden Künstlers mit 25 großformatigen Gemälden und zeigt erstmals eine Auswahl seiner Zeichnungen. Die Publikation erschien anlässlich der Ausstellung "Erik Bulatov", Kestnergesellschaft Hannover, 2006.

Herausgeber Caroline Käding, Kestnergesellschaft Hannover. Texte von Veit Görner, Erik Bulatov, Caroline Käding, Viktor Misiano und Anne Prenzler. Februar 2006, Kerber Verlag. ISBN 978-3-938025-70-3. Format 23,5 x 29 cm. 96 Seiten. 68 farbige Abbildungen. Hardcover, gebunden. Sprachen: Deutsch, Englisch.

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Kunst bedeutet Freiheit

Der russische Maler Erik Bulatov befand sich in der Sowjetunion in einer völligen künstlerischen Isolation. Durch den eisernen Vorhang war er von jeder westlichen Entwicklung in der Gegenwartskunst getrennt. Auch im Inland war ein Austausch mit Kritikern und Publikum unmöglich, da Bulatov sich nicht vom staatlich verordneten Kunst-Kanon vereinnahmen ließ und deshalb auf der offiziellen Ebene nicht existierte. In diesem intellektuellen Vakuum entwickelte Bulatov, der sich seinen Lebensunterhalt als Kinderbuchillustrator verdiente, seine eigene Bildsprache, in der er den Sozialistischen Realismus wie auch den russischen Konstruktivismus kritisch verarbeitete.

Um eine Möglichkeit für oppositionelle Künstler zu schaffen, ihre Arbeiten zu präsentieren, gründete Bulatov gemeinsam mit Kollegen wie Ilya Kabakov und Oleg Vassiliev in den 1960er-Jahren die "Sretensky Boulevard Gruppe", aus der später die "Moskauer Konzeptualisten" hervorgingen. Doch früh bekam er die Staatsmacht zu spüren: 1965 wurde eine der ersten Ausstellungen, an der er in Moskau teilnahm, nach nur einer Stunde wieder geschlossen und verboten. Auch aufgrund dieser Erfahrung setzt Bulatov auf die befreiende Kraft der Kunst: "Es ist immer meine Überzeugung gewesen, dass die Sphäre der Gesellschaft Grenzen hat und der Weg zur Freiheit nur über die Sphäre der Kunst führt, der jenseits dieser Grenzen liegt. Sicherlich weiß ich, dass dies nicht der universelle Weg ist - für mich war es aber immer der einzig mögliche."

Erik Bulatov wurde 1933 in Swerdlowsk/Ural geboren. Er studierte an der Moskauer Kunstschule und am Surikov Kunstinstitut in Moskau, an dem er 1958 auch seinen Abschluss machte. Erik Bulatov zählt heute zu den wichtigsten zeitgenössischen Künstlern Russlands. 2008 wurde er zum Ehrenmitglied der Russischen Akademie der Kunst ernannt, er lebt und arbeitet in Paris. Einzelausstellungen wurden ihm unter anderem im Musée des Beaux-Arts de la Ville de Paris und im Centre Pompidou, in der Moskauer Tretjakow Galerie und der Kestnergesellschaft in Hannover ausgerichtet.

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