Rudolf Hausner:
Bildfolge "Drei Temperamente", gerahmt

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Rudolf Hausner: Bildfolge "Drei Temperamente", gerahmt

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Limitiert, 3.000 Exemplare | nummeriert | handsigniert | Farblithografien auf Bütten | Silberrahmen | Passepartout | Format je 55 x 65 cm

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Rudolf Hausner: Bildfolge "Drei Temperamente", gerahmt

Drei Lithografien in Farben, gedruckt bei Matthieu in Dielsdorf bei Zürich. Limitierte Auflage 3.000 Exemplare. Jede Grafik ist nummeriert und von Rudolf Hausner handsigniert. Blattformat je 40 x 50 cm, Rives-Bütten. Jeweils im Silberrahmen mit Passepartout. Format inkl. Rahmen je 55 x 65 cm.

"Adam konstruktiv":
In der Grafikfolge "Drei Temperamente" stellt Hausner in Adam das rationale Prinzip dar. Adam ist der Architekt, der Konstrukteur, dessen Attribut, ein Altwiener Mietshaus, zwar der Biografie des Künstlers entstammt, gleichzeitig aber in seiner Fluchtlinienkonstruktion auf die Rationalität des Adam verweist.

"Eva kontemplativ":
Bei "Eva kontemplativ" folgt Hausner einer Darstellungstradition, die die Attribute auch in die Körpersprache und die Physiognomie der Dargestellten legt. Eva steht vor einer Ziegelmauer, die sie von der Welt abschirmt. Ihr geneigter Kopf, ihr sowohl in unbestimmte Ferne wie ins Innere gerichteter Blick und das gelöste Haar sind das Korrektiv zur Rationalität Adams - seine Inspiration, seine Sensibilität, seine Anima.

"Adam aktiv":
Der Junge vermag seine Aktivitäten noch nicht zu planen. Er blickt neugierig in die Welt, die er eines Tages beherrschen will. Noch ist sein Terrain begrenzt, ein von Bäumen umfriedeter Spielplatz, auf dem ein Ball wie eine Schicksalskugel ungewiss und richtungslos dahinrollt. Die Garnrolle der Mutter als Spielzeug des Knaben steht sowohl für das Zufällige wie für die Bindung an das Elternhaus. Sie ist aus zwei Perspektiven gleichzeitig gesehen und widerspricht in dieser Unentschiedenheit der zentralperspektivischen, rationalen Konstruktion des Mietshauses als Attribut des Adam.

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1914-1995

Porträt des Künstlers Rudolf HausnerRudolf Hausner gilt als der herausragendste Vertreter der Wiener Schule des Phantastischen Realismus. Berühmt wurde er, als er in den 50er Jahren anfing, sich in seinen Werken durch die leitmotivische Figur des "Adam" darzustellen: "Ich kann die Welt nur durch mich selbst sehen!"

Rudolf Hausners Œuvre ist einzigartig. Alle Versuche, es in die gängigen Kategorien der Kunstgeschichte einzuordnen, müssen misslingen. Schon vor Jahren erkannte Wieland Schmied in Rudolf Hausner den einzigen psychoanalytischen Maler, weil in seinem Werk Realität und Unterbewusstsein gleichwertig eingehen. Der Künstler schuf nach seinem Ebenbild die Kunstfigur des Adam, weil er niemanden besser und tiefgründiger kannte und zu vermitteln vermochte, als sich selbst. "Mit der Malerei dringe ich in mein Unbewusstes ein und finde dort wichtige Grundzüge für meine Existenz", beschrieb Rudolf Hausner seinen eigenständigen Beitrag zum internationalen Surrealismus.

Mit diesem Leitmotiv hat der Künstler eine Gestalt des ausgehenden zwanzigsten Jahrhunderts entwickelt: den neugierigen, aufgeklärten, ratlosen, aber auch skeptischen Zeitgenossen, der den Dingen auf den Grund gehen will. Indem wir uns mit ihm identifizieren, weist sein Werk über das Individuelle hinaus. Hausner ist das kollektive Selbstporträt des modernen Menschen gelungen.

Die Chronologie seiner Ausstellungstätigkeiten liest sich wie eine Aufzählung der kulturellen Brennpunkte dieser Welt: 1959 documenta II, Kassel; 1960 Guggenheim Museum, New York; 1963 Biennale Sao Paulo; 1980 Künstlerhaus Wien; 1982 Gulbenkian Museum Lissabon.

1994 ehrte die Stadt Wien Rudolf Hausner, der Lehrstühle in Hamburg und in Wien innehatte, mit einer großen Retrospektive.

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Bereich der Grafik, der die künstlerischen Darstellungen umfasst, die durch verschiedene Drucktechniken vervielfältigt werden.

Druckgrafische Techniken sind u.a. Holzschnitt, Kupferstich, Radierung, Lithografie, Serigrafie.

Weiterführende Links:
Heliogravüre
Holzschnitt
Kupferstich
Radierung
Lithografie
Serigrafie

 

 

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