Christo:
Bild "Reichstag I" (1992)

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Christo: Bild "Reichstag I" (1992)

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Limitiert, ca. 100 Exemplare | signiert | Offsetdruck auf Papier | ungerahmt | Format 65 x 82 cm

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Christo: Bild "Reichstag I" (1992)

Die Verhüllung des Reichstages in Berlin, die im Juni 1995 die Welt in ihren Bann zog, stellte alles Vorausgegangene in den Schatten. Wann jemals hat ein einzelnes Kunstwerk zwei Wochen lang Millionen von Kunstfreunden in dieser Weise fasziniert? Nach 14 Tagen war alles vorbei. Die vorliegende Grafik ist eine lyrische Erinnerung an ein Topereignis der Kunstgeschichte - die Erinnerung an eine verlorene Landschaft.

Offsetdruck 1992, Auflage ca. 100 Exemplare auf Papier, handsigniert. Ungerahmt. Motivgröße 60 x 74 cm. Blattformat 65 x 82 cm.

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Christo erlangte Weltruhm mit seinen außergewöhnlichen Verhüllungen in gigantischen Dimensionen.

Geboren wurde er am 13. Juni 1935 als Christo Vladimirov Javacheff in Gabrovo (Bulgarien) als Sohn einer Industriellenfamilie. Von 1953-56 studierte er an der Akademie der Künste in Sofia und ging 1956 nach Prag. Im darauffolgenden Jahr besuchte Christo die Kunstakademie in Wien. 1958 ging er nach Paris wo seine ersten Pakete und "Verhüllte Objekte" entstanden.

Seit 1961 machen Christo und seine Ehefrau Jeanne-Claude (verstorben 2009) mit ihren spektakulären Verhüllungsprojekten auf der ganzen Welt Furore. Vor allem das seit 1971 geplante Projekt "Wrapped Reichstag" wurde 1995 zum Kunstereignis.

Für das Jahr 2005 wurde z.B. das Projekt "The Gates, Project For Central Park, New York City" vorbereitet:
Auf einer Länge von 23 Meilen wurden mit 7532 Toren, jedes 4,87 m hoch und bis zu 5,48 m breit, die Parkwege im Central Park überbrückt. Freihängende, orangefarbene Gewebebahnen schwebten vom horizontalen Ende der Stahltore herab bis auf 2,13 m über den Boden. Ein wallendes, wogendes unvergleichliches Schauspiel. Nach 16 Tagen war alles vorbei. Es bleibt die Erinnerung an eine verlorene Landschaft.

Christo lehnt Sponsorengelder aus öffentlicher oder privater Hand strikt ab und besteht darauf, dass die Projekte nur zeitlich eng begrenzt verwirklicht werden. Das führt zu einem außergewöhnlichen Konzept: Erst der Verkauf von Planskizzen, Modellen und Zeichnungen ermöglicht die Umsetzung, und nur sie dokumentieren es schließlich. Ein Christo ist daher Kunstwerk aus eigenem Recht, aber auch Baustein eines größeren - und nicht zuletzt Zeugnis des kreativen Schaffensprozesses.

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