Fritz Klimsch:
Skulptur "Beschaulichkeit", Bronze

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Fritz Klimsch: Skulptur "Beschaulichkeit", Bronze

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Skulptur "Beschaulichkeit", Bronze

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Limitiert, ca. 20 Exemplare | monogrammiert | Bronze | Höhe: 32 cm

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Fritz Klimsch: Skulptur "Beschaulichkeit", Bronze

Klimsch' Bronze "Beschaulichkeit" basiert auf einem dreieckigen Grundriss. Mit angewinkeltem Bein und abgestützter Hand wendet seine Sitzende in sich versunken den Blick vom Betrachter ab.

Skulptur aus Bronze, vor 1924. Auflageguss nach 1960. Auflage: ca. 20 Exemplare, monogrammiert und mit Gießerstempel H. Noack, Berlin. Werkverzeichnis Braun Nr. 121. Höhe: 32 cm.

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1870-1960

Fritz Klimsch zählt zu den bedeutenden deutschen Bildhauern der klassischen Moderne. Schon zu Lebzeiten erlangt er durch seine Frauenakte größte Bekanntheit.

Auf seiner Hochzeitsreise nach Paris lernt Klimsch 1894 die Werke Auguste Rodins kennen, die ihn in ihrer großen Lebendigkeit in Form und Ausdruck sehr beeindrucken und nachhaltig beeinflussen. Künstlerisch geprägt wird der Schüler des Berliner Bildhauers Fritz Schaper zudem durch Studienreisen nach Italien und Griechenland.
Gemeinsam mit Walter Leistikow und Max Liebermann gründete Klimsch 1898 die Berliner Sezession, auf deren Ausstellungen er regelmäßig vertreten ist. Er fertigt Porträtbüsten von Künstlerkollegen wie Lovis Corinth, Max Slevogt und Liebermann, aber auch von Persönlichkeiten des politischen Lebens wie Paul von Hindenburg.

Während sein Werk in frühen Jahren vom Geist des Jugendstils geprägt ist, wendet sich Klimsch zunehmend klassischen Formen zu, was nach 1933 zu einer Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten führt. Nach Kriegsende lässt sich der Künstler im Schwarzwald nieder, wo er nur noch wenige kleinformatige Werke herstellt. 1960 wird ihm das Große Bundesverdienstkreuz verliehen.

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Sammelbegriff für die Maler und Bildhauer des 20. Jahrhunderts, deren Arbeiten heute zu den anerkannten Werken unserer Zeit gehören, wie Pablo Picasso, Salvador Dalí, Joan Miró, Marc Chagall etc.

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Ein vollplastisches Werk der Bildhauerkunst aus Holz, Stein, Elfenbein, Bronze oder anderen Metallen.

Während die Skulpturen aus Holz, Elfenbein oder Stein direkt aus dem Materialblock herausgearbeitet werden müssen, muss beim Bronzeguss zunächst ein Werkmodell, meist aus Ton oder anderen leicht formbaren Materialien geschaffen werden.

Blütezeit der Skulptur war nach der griechischen und römischen Antike die Renaissance. Der Impressionismus verlieh der Bildhauerkunst neue Impulse. Auch zeitgenössische Künstler wie Jörg Immendorff, Andora, Markus Lüpertz haben die Bildhauerkunst mit bedeutenden Skulpturen bereichert.

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Seit dem Altertum verwendete Legierung von Kupfer mit anderen Metallen (vor allem mit Zinn).
Ideales, Jahrtausende überdauerndes Metall für hochwertige Kunstgüsse.

Bronzeguss:
Beim Bronzeguss setzt der Künstler in der Regel ein mehr als 5000 Jahre altes Verfahren ein, das Wachsausschmelzverfahren mit verlorener Form. Es ist das beste, aber auch das aufwändigste Verfahren zur Herstellung von Skulpturen.

Beispielhaft hier Ernst Barlachs Skulptur "Der Buchleser":

Ernst Barlach: Skulptur 'Der Buchleser'

Ernst Barlach Buchleser - Wachsausschmelzverfahren Teil 1Zuerst formt der Künstler ein Modell seiner Skulptur. Dieses wird in eine verflüssigte Silikon-Kautschukmasse eingebettet. Sobald das Material festgeworden ist, wird das Modell herausgeschnitten. In die so gewonnene Negativform wird flüssiges Wachs gegossen. Nach dem Erkalten wird der Wachsabguss aus der Form genommen, mit Gusskanälen versehen und in eine Keramikmasse getaucht. Die Keramikmasse wird im Brennofen gehärtet, wobei das Wachs ausfließt (verlorene Form).

Ernst Barlach Buchleser - Wachsausschmelzverfahren Teil 2Nun hat man endlich die Negativform, in welche die ca. 1400° C heiße Bronzeschmelze gegossen wird. Nach dem Erkalten der Bronze wird die Keramikhülle zerschlagen und die Skulptur kommt zum Vorschein.

Ernst Barlach Buchleser - Wachsausschmelzverfahren Teil 3Jetzt werden die Gusskanäle entfernt, die Oberflächen vom Künstler selbst oder nach seinen Vorgaben von einem Spezialisten poliert und patiniert und nummeriert. So wird jeder Guss zum Original.

Für weniger hochwertige Bronzegüsse wird häufig das Sandbettverfahren verwendet, das in Oberflächenbeschaffenheit und Qualität jedoch nicht das aufwändigere Wachsausschmelzverfahren erreicht.

Weiterführende Links:
Sandguss

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