Ernst Barlach:
Skulptur "Schäfer im Sturm" (1908), Reduktion in Bronze

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Ernst Barlach: Skulptur "Schäfer im Sturm" (1908), Reduktion in Bronze

Ernst Barlach:
Skulptur "Schäfer im Sturm" (1908), Reduktion in Bronze

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Kurzinfo

ars mundi Exklusiv-Edition | limitiert, 980 Exemplare | nummeriert | Signatur | Gießereipunze | Zertifikat | Bronze | patiniert | Reduktion | Format 27,5 x 25 x 13 cm (H/B/T) | Gewicht 4,8 kg

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Ernst Barlach: Skulptur "Schäfer im Sturm" (1908), Reduktion in Bronze

Allen Widerständen zum Trotz: Ernst Barlachs "Schäfer im Sturm". ars mundi Exklusiv-Edition, herausgegeben in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Bremen.

Ernst Barlach zählt zu den wichtigsten Vertretern des Realismus und Expressionismus. Seine Ausbildung führte ihn nach Hamburg, Dresden und Paris. Nach einer für ihn prägenden Russlandreise schuf er ab 1907 seine ersten Holzplastiken und Bronzefiguren, die heute zu seinen bekanntesten Werken gehören und in die er seine Eindrücke von der russischen Volkskunst einfließen ließ. Darunter ist die Figur "Schäfer im Sturm" von 1908, die im Original in Lindenholz ausgeführt wurde und die erste größere Holzplastik Barlachs war.

Der bärtige Schäfer stemmt sich mit gesenktem Kopf und kräftig ausschreitend gegen den Wind. Mit der Rechten drückt er seinen flachen Hut in die Stirn, mit der Linken zieht er den Saum des weiten, geblähten Mantels eng an den Körper. Dicht an seine Fersen geheftet, folgt ihm ein Hund, der zwischen den Beinen des Schäfers und unter dem wehenden Mantelzipfel Schutz sucht. In einer Vorzeichnung, die sich heute in Privatbesitz befindet, hatte Barlach das Motiv schon ein Jahr zuvor vorbereitet. In der Plastik fügen sich Mann und Tier auf der nahezu ovalen Plinthe zu einer Dreieckskomposition zusammen, die wie ein Schiffsbug gegen den Widerstand des Windes vorzustoßen scheint. Die weich schwingenden Konturen des Mantels beleben den geschlossenen Aufbau der Figurengruppe.

Bereits in seinen frühen Arbeiten setzte sich Barlach mit dem Menschen und seinen Lebensbedingungen auseinander. Die Plastik "Schäfer im Sturm" steht am Anfang einer Reihe von Arbeiten Barlachs, die den Menschen in der Auseinandersetzung mit äußeren Gewalten zeigen, wobei er Sturm und Wind als Ausdruck übermenschlicher Mächte verstand. Der Bremer Maler und Mäzen Leopold Biermann erwarb die Plastik 1908 auf der 16. Ausstellung der Berliner Secession und schenkte sie der Kunsthalle Bremen. Der "Schäfer im Sturm" gelangte so als erstes Werk Barlachs in eine öffentliche Kunstsammlung.

Skulptur "Schäfer im Sturm": Original: Holz Werkverzeichnis Laur II 140.
Feine Bronze, von Hand im Wachsausschmelzverfahren gegossen und patiniert. Die Form wurde direkt vom Original abgenommen und verkleinert (Reduktion). Limitierte Auflage 980 Exemplare, einzeln nummeriert und mit der vom Original übernommenen Signatur "E. Barlach" sowie der Gießereipunze versehen. ars mundi Exklusiv-Edition, herausgegeben in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Bremen. Mit nummeriertem Authentizitäts- und Limitierungszertifikat. Format 27,5 x 25 x 13 cm (H/B/T). Gewicht 4,8 kg.

"Die Kunsthalle Bremen besitzt eine der umfangreichsten Sammlungen des expressionistischen Bildhauers Ernst Barlach mit vielen bedeutenden Skulpturen und dem gesamten druckgraphischen Werk. So freuen wir uns eine Reproduktion seines Hauptwerkes 'Schäfer im Sturm' mit der Welt zu teilen. Geschaffen wurde die geschnitzte Holzskulptur 1908 und bereits ein Jahr später dem Museum geschenkt. Sie versinnbildlicht für mich den universellen Gedanken, dass Hürden zum Leben dazugehören. Der einfache Weg ist nicht immer der richtige, wenn man seine Ziele erreichen möchte oder seinen Pflichten nachgeht." (Prof. Dr. Christoph Grunenberg, Direktor der Kunsthalle Bremen)

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Ernst Barlach: Skulptur "Schäfer im Sturm" (1908), Reduktion in Bronze 5.00 5 2

Saubere Arbeit

2017-5-8

Wunderbare Skulptur, mehr brauch man nicht zu sagen

2017-1-11

1870-1938, Bildhauer, Schriftsteller und Zeichner

Ernst BarlachErnst Barlach - geboren am 2.1.1870 im holsteinischen Wedel, gestorben am 24.10.1938 in Rostock - nimmt eine herausragende Sonderstellung innerhalb des deutschen Expressionismus ein. Als Grafiker, Zeichner, Schriftsteller und insbesondere als Bildhauer schuf Barlach Meilensteine der Kunstgeschichte: Barlachs plastische Bildwerke suchen die Grenzerfahrung und deren Darstellung und genau darin liegt ihre besondere Wirkung. Es sind Werke von vielschichtigem Sinngehalt, mit denen er das Wesen des Menschen in den Vordergrund stellte und das, was über dem Ich und den Dingen der Welt steht.

Die Intention Barlachs wurzelt in der Tiefe, im Inneren. Geprägt vom Krieg und schweren Lebensbedingungen erlebt er von hier aus Leiden und Glück. Und immer steht der Mensch im Zentrum seines Schaffens: Ecce homo.

"Ich begehre jedoch nichts anderes als schlecht und recht ein Künstler zu sein. Es ist mein Glaube, dass dasjenige, was nicht durch das Werk auszudrücken ist, durch Formen in den Besitz eines anderen übergehen kann. Immer wieder kreist meine Lust und mein Schaffensdrang um die Probleme des Lebenssinns und der anderen großen Berge im geistigen Bereich." (Ernst Barlach)

Ernst Barlach wird 1925 Ehrenmitglied der Akademie der Bildenden Künste, München. 1933 wird er zum Ritter der Friedensklasse des Ordens "Pour le mérite" ernannt. 1937 entfernen die Nationalsozialisten seine Werke als "entartete Kunst" aus öffentlichen Sammlungen und Plätzen. Am 24. Oktober 1938 stirbt Ernst Barlach in Rostock.

Heute sind die Werke von Ernst Barlach fester Bestandteil der führenden Museen und Sammlungen und erzielen – soweit verfügbar - auf Auktionen Rekordbeträge.

"Der singende Mann" wurde die bekannteste Plastik Ernst Barlachs, eine Ikone der Moderne. Weltweit ziert er Bildbände und Plakate, die Urauflage ist fester Bestandteil in den Sammlungen der großen Museen der Welt, u.a. dem Museum of Modern Art (MoMA), New York.

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Edition einer Grafik oder Skulptur, die von ars mundi initiiert wurde und die nur bei ars mundi bzw. bei von ars mundi lizenzierten Vertriebspartnern erhältlich ist.

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Bezeichnung für ein Kunstobjekt (Skulptur, Installation), das nach dem Willen des Künstlers in mehreren Exemplaren in limitierter und nummerierter Auflage hergestellt wird.

Durch das Multiple wird eine "Demokratisierung" der Kunst erreicht, indem das Werk für einen größeren Personenkreis zugänglich und erschwinglich gemacht wird.

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Ein vollplastisches Werk der Bildhauerkunst aus Holz, Stein, Elfenbein, Bronze oder anderen Metallen.

Während die Skulpturen aus Holz, Elfenbein oder Stein direkt aus dem Materialblock herausgearbeitet werden müssen, muss beim Bronzeguss zunächst ein Werkmodell, meist aus Ton oder anderen leicht formbaren Materialien geschaffen werden.

Blütezeit der Skulptur war nach der griechischen und römischen Antike die Renaissance. Der Impressionismus verlieh der Bildhauerkunst neue Impulse. Auch zeitgenössische Künstler wie Jörg Immendorff, Andora, Markus Lüpertz haben die Bildhauerkunst mit bedeutenden Skulpturen bereichert.

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Seit dem Altertum verwendete Legierung von Kupfer mit anderen Metallen (vor allem mit Zinn).
Ideales, Jahrtausende überdauerndes Metall für hochwertige Kunstgüsse.

Bronzeguss:
Beim Bronzeguss setzt der Künstler in der Regel ein mehr als 5000 Jahre altes Verfahren ein, das Wachsausschmelzverfahren mit verlorener Form. Es ist das beste, aber auch das aufwändigste Verfahren zur Herstellung von Skulpturen.

Beispielhaft hier Ernst Barlachs Skulptur "Der Buchleser":

Ernst Barlach: Skulptur 'Der Buchleser'

Ernst Barlach Buchleser - Wachsausschmelzverfahren Teil 1Zuerst formt der Künstler ein Modell seiner Skulptur. Dieses wird in eine verflüssigte Silikon-Kautschukmasse eingebettet. Sobald das Material festgeworden ist, wird das Modell herausgeschnitten. In die so gewonnene Negativform wird flüssiges Wachs gegossen. Nach dem Erkalten wird der Wachsabguss aus der Form genommen, mit Gusskanälen versehen und in eine Keramikmasse getaucht. Die Keramikmasse wird im Brennofen gehärtet, wobei das Wachs ausfließt (verlorene Form).

Ernst Barlach Buchleser - Wachsausschmelzverfahren Teil 2Nun hat man endlich die Negativform, in welche die ca. 1400° C heiße Bronzeschmelze gegossen wird. Nach dem Erkalten der Bronze wird die Keramikhülle zerschlagen und die Skulptur kommt zum Vorschein.

Ernst Barlach Buchleser - Wachsausschmelzverfahren Teil 3Jetzt werden die Gusskanäle entfernt, die Oberflächen vom Künstler selbst oder nach seinen Vorgaben von einem Spezialisten poliert und patiniert und nummeriert. So wird jeder Guss zum Original.

Für weniger hochwertige Bronzegüsse wird häufig das Sandbettverfahren verwendet, das in Oberflächenbeschaffenheit und Qualität jedoch nicht das aufwändigere Wachsausschmelzverfahren erreicht.

Weiterführende Links:
Sandguss

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