Gustav Klimt:
Buchkatalog "Sämtliche Gemälde" (Ausgabe 2017)

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Gustav Klimt: Buchkatalog "Sämtliche Gemälde" (Ausgabe 2017)

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604 Seiten | Hardcover | Format 34 x 25 cm | Ausgabe: Deutsch

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Gustav Klimt: Buchkatalog "Sämtliche Gemälde" (Ausgabe 2017)

Ein Hauch von Dekadenz: Gustav Klimt - im Goldrausch des Fin de Siècle

Leitfigur, Epochenmaler, Star des Jugendstils, Göttervater der modernen österreichischen Malerei, visueller Wortführer seiner Zeit, Meister des Gesamtkunstwerks - Gustav Klimt (1862-1918) ist ein Mann der Superlative, dessen Ruhm heute ganz im blendenden Glanz seiner goldenen Phase erstrahlt, aus der seine berühmtesten Werke stammen, etwa "Der Kuss" (1908/09) oder "Adele Bloch-Bauer I" (1907).
Ein Star war er schon zu seinen Lebzeiten, allerdings nicht sakrosankt: Galt Klimt seinen Anhängern als Geburtshelfer der Avantgarde und großer Erneuerer der Wiener Malerei, der mit seinem ornamentalen Stil eine ganz neuartige Ästhetik schuf, vermochte das eher wertkonservative Milieu in ihm nur einen überbezahlten Auftragsmaler im Dienste des liberalen Großbürgertums, einen Provokateur und Erotomanen mit anrüchigem Lebenswandel sehen.
Klimt war im Wien Sigmund Freuds ein Thema, das in den Kaffeehäusern, Zeitungsredaktionen und Salons mit der gebührenden Leidenschaft diskutiert wurde. Heute gelten Klimts symbolistisch-allegorischen Darstellungen und Femmes fatales als Inbegriff des Wiener Jugendstils.

TASCHEN präsentiert in diesem prachtvollen und von der Kritik gefeierten Band des Klimt-Spezialisten Tobias Natter das komplette Werk Klimts vom frühen Salonmaler über die berühmten Frauenporträts bis zu den späten Landschaften und seinem zeichnerischen Werk. Ein besonderes Highlight sind die speziell für diesen Band angefertigten exzellenten Detailaufnahmen des Stoclet-Frieses, mit dem Klimt im Palais Stoclet in Brüssel gemeinsam mit Josef Hoffmann und den Wiener Werkstätten seine Idee vom Gesamtkunstwerk umsetzen konnte.

Der Herausgeber und Autor: Tobias G. Natter ist ein international geschätzter Fachmann für die Kunst in Wien um 1900. Er war lange Zeit an der Österreichischen Galerie Belvedere in Wien tätig, zuletzt als Chefkurator. Zudem arbeitete er als Gastkurator an der Tate Liverpool, der Neuen Galerie New York, der Hamburger Kunsthalle, der Schirn in Frankfurt am Main und dem Jüdischen Museum Wien. Von 2006 bis 2011 leitete er das Vorarlberger Landesmuseum in Bregenz und war von 2011 bis 2013 Direktor des Wiener Leopold Museums. Im Jahr 2014 gründete er das Unternehmen Natter Fine Arts, das sich auf die Schätzung von Kunstwerken und die Entwicklung von Ausstellungen spezialisiert hat. Zu seinen zahlreichen Veröffentlichungen zählt auch der 2012 herausgegebene vollständige Katalog der Klimt-Gemälde.

Klimts Gesamtwerk im Kontext des Fin de siècle. Katalog aller Gemälde. Exklusive Neuaufnahmen des Stoclet Frieses. Hardcover, 604 Seiten. Format 34 x 25 cm. Sprache: Deutsch.

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1862-1918, österreichischer Maler, berühmter Vertreter des Wiener Jugendstils

Porträt des Künstlers Gustav KlimtAls Gustav Klimt (1862-1918) schon längst ein renommierter Künstler war, den Jugendstil der Wiener Ringstrasse durch seine Wandgemälde entscheidend geprägte hatte und Mitbegründer der Wiener Secession war, entstand sein "Goldener Stil". Durch byzantinische Mosaiken inspiriert, fügte er ornamentale Farbflächen in ein goldenes Bett wie gefasste Edelsteine. In seinen Bildprogrammen beschreibt Klimt den Lebensweg des Menschen, der, durch die Triebe negativ beeinflusst, seine Erlösung in dem Kuss findet. Die Körperdarstellungen besitzen eine subtile Erotik, gleichwohl deren Gestalten sich auflösen in ornamentalen, geometrischen Farbflächen. Dieses Stilprinzip wendet er nicht nur an für seine Paardarstellungen, sondern auch bei den Porträts reicher Damen und den Landschaftsbildern. Dieser flächige Stil ist heute Inbegriff für die intensivfarbige Kunst Klimts, die sein Werk aber erst ab 1905 charakterisiert.

Klimt verstand sich nicht nur auf Gold und Opulenz, er war auch ein genialer Zeichner. Er produzierte im Laufe seines Lebens zahlreiche Zeichnungen. Meist als Vorstudien zu größeren Werken.

Der Sohn eines Graveurs erlernte sein Handwerk an der Wiener Kunstgewerbeschule. Noch auf der Suche nach einem eigenen Ausdruck, ist sein frühes Werk geprägt von dem Historismus Hans Makarts, dem Künstlerfürsten der Donaumonarchie des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Eine Künstlergemeinschaft mit seinem Bruder Ernst und Franz Matsch bildend, erhielten die jungen Maler zahlreiche Aufträge für die Ausgestaltung der neuen Gebäude an der Wiener Ringstraße. Die Treppenhäuser des Wiener Burgtheaters oder des Kunsthistorischen Museums legen Zeugnis von dem historistischen Stil dieses Gemeinschaftsateliers ab.

Wie so viele junge und aufgeschlossene Künstler des Fin de Siècle wandte sich auch Gustav Klimt Ende der 1890er Jahre von der akademischen Tradition ab. Er gründete 1897 mit anderen Künstlern die "Wiener Secession", der er bis zu seinem Austritt 1905 als Präsident vorstand. Das eigene Ausstellungsgebäude der Secession ist auch heute noch Ort und Tempel für die neue junge Kunst.

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Deutsche Bezeichnung für die Kunst zwischen 1890 und 1910. Der Name entstammt der ab 1896 in München erscheinenden Zeitschrift "Jugend". International wird die Stilrichtung auch als Art Nouveau (Frankreich), Modern Style (England) oder Sezessionsstil (Österreich) bezeichnet.

Der Jugendstil eroberte ganz Europa und es entstanden unzählige Objekte, deren Spektrum von der Malerei, dem Kunstgewerbe bis zur Architektur reicht. Eine Forderung des Jugendstils war die künstlerische Formgebung von Alltagsgegenständen, d.h. Schönheit und Zweckmäßigkeit sollten miteinander verbunden werden. Die geforderte Einheit des Künstlerischen konnte nur durch individuell geprägte Formgestaltung erreicht werden, die den Jugendstil zu einer Vorstufe der Moderne werden ließen. Das wesentliche Merkmal des Jugendstils ist eine lineare, oft asymmetrische Ornamentik, deren Vorbilder vor allem in der Natur und Pflanzenwelt zu suchen sind.

Bedeutende Jugendstilzentren bildeten sich in München, Darmstadt, Brüssel, Paris und Nancy (Glaskunst von Emile Gallé). In Wien prägten Otto Wagner und J. Hoffmann die Architektur dieser Zeit. Gustav Klimt schuf Gemälde, die dem Geist des Jugendstils sinnliche Gestalt gaben.

Weiterführende Links:
Art Déco

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