Deutscher Plastiker, *1936 in Dresden
Im Sommer 2011 wurde er 75, man darf ihn also getrost als „Altmeister“ der Porzellankunst bezeichnen. Peter Strang hat von seinem 14. Lebensjahr an die Porzellankunst miterlebt und mitgeprägt: Von der Lehrzeit als Bossierer bis hin zur wichtigen Position des künstlerischen Leiters der Staatlichen Porzellanmanufaktur Meißen reicht sein Werdegang. Die hatte er bis 2001 inne, seither ist er im Unruhestand - als freier Künstler.
Strang hat einen wesentlichen Teil der 300jährigen Porzellantradition mitgestaltet, und so ist es kein Wunder, dass seine künstlerische Arbeit beides auszeichnet: Den respektvollen Umgang mit den Werken der Altvorderen, aber auch das ständige Ausloten neuer Grenzen in Formensprache und Handwerk.
Bezeichnung für ein Kunstobjekt (Skulptur, Installation), das nach dem Willen des Künstlers in mehreren Exemplaren in limitierter und nummerierter Auflage hergestellt wird.
Durch das Multiple wird eine ‚Demokratisierung' der Kunst erreicht, indem das Werk für einen größeren Personenkreis zugänglich und erschwinglich gemacht wird.
Keramisches Erzeugnis aus Kaolin, Quarz und Feldspat.
Porzellan wird durch Drehen oder Pressen geformt. Figürliche Darstellungen werden gegossen. Komplizierte Formen müssen in Teilen gegossen und anschließend ‚angarniert' werden. Nach dem Formen werden die Stücke getrocknet, bei etwa 900°C ‚verglüht'. Danach wird die Glasur aufgebracht die bei Temperaturen zwischen 1240°C und 1445°C eingebrannt wird. Bei den bedeutenden Manufakturen wird das Porzellan von Hand bemalt, wobei jede Farbe einzeln und unter Einhaltung enger Temperaturtoleranzen eingebrannt werden muss.
Erfunden wurde das Porzellan in China und gelangte seit dem 16. Jahrhundert in Europa zu größerer Verbreitung. 1710 wurde dann als erste europäische Porzellanmanufaktur die von Meißen gegründet.
Weitere berühmte europäische Porzellanmanufakturen sind u.a. Fürstenberg, Höchst, Schwarzburger Werkstätten, Lladró, Nymphenburg, KPM, Augarten, Sèvres, Limoges, Royal Kopenhagen, Worcester. Zur Kennzeichnung der Herkunft dienen die Porzellanmarken, mit denen die einzelnen Manufakturen ihr Produkte versehen.
Weiterführende Links:
Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst
Lladró Porzellanmanufaktur
Ein vollplastisches Werk der Bildhauerkunst aus Holz, Stein, Elfenbein, Bronze oder anderen Metallen.
Während die Skulpturen aus Holz, Elfenbein oder Stein direkt aus dem Materialblock herausgearbeitet werden müssen, muss beim Bronzeguss zunächst ein Werkmodell, meist aus Ton oder anderen leicht formbaren Materialien geschaffen werden.
Blütezeit der Skulptur war nach der griechischen und römischen Antike die Renaissance. Der Impressionismus verlieh der Bildhauerkunst neue Impulse. Auch zeitgenössische Künstler wie Jörg Immendorff, Andora, Markus Lüpertz haben die Bildhauerkunst mit bedeutenden Skulpturen bereichert.
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