Der Maler und Grafiker Moritz Götze wurde 1964 in Halle an der Saale geboren. Der Sohn eines Künstlerehepaares und gelernte Möbeltischler verkaufte bereits im Alter von neun Jahren seine erste Arbeit. Nach seiner Ausbildung schlug er sich als Möbelrestaurator und Hilfsarbeiter in einer Kohlenanzünderfabrik durch und spielte nebenbei in verschiedenen Punkbands.
Im Jahre 1985 schuf Götze seine ersten Serigrafien und begann anschließend mit dem Aufbau einer eigenen Grafikwerkstatt. Noch vor dem Mauerfall wurde er im Verband Bildender Künstler der DDR aufgenommen.
Zwischen 1991 und 1994 hatte Götze eine Lehrtätigkeit für Serigrafie an der Hochschule für Kunst und Design in Halle (Burg Giebichenstein). Es folgte eine einjährige Gastprofessur für Serigrafie an der Ecole Nationale Supérieure des Beaux Arts in Paris.
Das Land Sachsen-Anhalt zeichnete den Hallenser 1996 mit dem Kunstförderpreis aus und ein Jahr später erhielt er den Grafikpreis der „Vereinigten Zigarettenfabrik Dresden“.
Neben zahlreichen Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen in Deutschland, Belgien und den U.S.A. arbeitete Götze auch an einer Vielzahl von Projekten, wie beispielsweise an der keramischen Wandgestaltung für den Lichthof des Messehauses Specks Hof in Leipzig (1994/95) und an der Gestaltung für die Leipziger Buchmesse (2000). Des Weiteren machte er sich als Buchillustrator sowie Autor vieler Bücher und Aufsätze einen Namen. Moritz Götze lebt und arbeitet heute als freischaffender Künstler in Halle an der Saale.
Die Materialien eigener Bildfindung sind für Moritz Götze Kulturgeschichtliches und Kunsthistorisches, der Blick zurück in die Gesellschaftsgeschichte unseres Landes, aber auch Wahrgenommenes aus dem direkten Lebensumfeld – urbane Szenerien oder Gegenstände des Alltäglichen. Dabei bedient er sich eines comicartigen Malstils, der nicht mit der herkömmlichen Pop-Art identisch ist.
Götzes inhaltlicher Schwerpunkt aber ist die Beschäftigung mit der deutschen Geschichte und hier steht er – wenn auch ganz unterschiedlich – in der Tradition von Anton von Werner, Arnold Böcklin, Franz von Stuck, Jörg Immendorff, Penck oder Anselm Kiefer ohne jedoch deren jeweiligen mythologischen Bezug aufzunehmen. Es ist ein solitäres Werk. Er ein Künstler, geprägt durch zwei Deutschlands, zeigt seine Sichtweise ironisch und geschichtsversessen zugleich.
Bezeichnung für ein Kunstobjekt (Skulptur, Installation), das nach dem Willen des Künstlers in mehreren Exemplaren in limitierter und nummerierter Auflage hergestellt wird.
Durch das Multiple wird eine ‚Demokratisierung' der Kunst erreicht, indem das Werk für einen größeren Personenkreis zugänglich und erschwinglich gemacht wird.
Ein vollplastisches Werk der Bildhauerkunst aus Holz, Stein, Elfenbein, Bronze oder anderen Metallen.
Während die Skulpturen aus Holz, Elfenbein oder Stein direkt aus dem Materialblock herausgearbeitet werden müssen, muss beim Bronzeguss zunächst ein Werkmodell, meist aus Ton oder anderen leicht formbaren Materialien geschaffen werden.
Blütezeit der Skulptur war nach der griechischen und römischen Antike die Renaissance. Der Impressionismus verlieh der Bildhauerkunst neue Impulse. Auch zeitgenössische Künstler wie Jörg Immendorff, Andora, Markus Lüpertz haben die Bildhauerkunst mit bedeutenden Skulpturen bereichert.
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