Katzenfigur der Göttin Bastet, Bronze

Images

Katzenfigur der Göttin Bastet, Bronze

Details

498,00 EUR

inkl. MwSt. zzgl. Porto

Product Actions

Add to cart options
Bestell-Nr. IN-011880
Lieferzeit: in ca. 2 Wochen

Kurzinfo

Replikat | Bronze + Stein | Höhe 16 cm

https://www.arsmundi.de

Katzenfigur der Göttin Bastet, Bronze

Zumeist rein tiergestaltig wird die Göttin Bastet als hockende Katze vorgestellt. Unzählige Bronzebilder belegen die Popularität ihres Kultes in der Spätzeit. Je nach Größe konnte auch die Funktion der einzelnen Figuren variieren: Sie wurde als Amulett getragen, von Tempelbesuchern zu Ehren der Göttin gestiftet oder die Höhlung der Plastik diente zur Aufnahme eines mumifizierten Katzenkörpers. Als Hauptkultort der Bastet galt Bubastis in Ostdelta. Wenngleich die Heiligtümer heute in Trümmern liegen, so vermittelt der griechische Geschichtsschreiber Herodot und doch ein lebhaftes Bild von den Festen und Kultfeierlichkeiten, die man in der Stadt der Bastet abhielt.
Original: Musée du Louvre, Paris. Ägypten, Spätzeit, 26. Dynastie, um 600 v. Chr.

Bronze, Höhe mit Steinsockel 16 cm.

mehr

Frühzeit und Altes Reich (3000-2160 v. Chr.)
Schon in der Frühzeit, um 3000 v. Chr., fand die ägyptische Kunst ihren eigenen Stil. Regeln für die Darstellung wurden festgelegt, die 3000 Jahre Bestand hatten. Schrift und Bild waren eine Einheit. Den Beginn des Alten Reiches, um 2600 v. Chr., kennzeichnet die Stufenpyramide des Djoser in Sakkara, das erste Königsgrab in Pyramidenform, eine 545 x 280 Meter große, ganz aus Stein errichtete Plastik. Relief und Malerei dienten zur damaligen Zeit fast ausschließlich dem Fortleben des Menschen im Jenseits.

Zwischenzeit und Mittleres Reich (2155-1650 v. Chr.)
Eine neue Kunst, die an die an Höhepunkten reiche Kunst im Alten Reich anknüpfte, entstand nach der Wiedervereinigung des Landes unter König Mentuhotep I. um 2040 v. Chr. Ihren Höhepunkt erreichte die Kunst dieser Epoche mit den Königsbildnissen der späten 12. Dynastie mit Sesostris II. und Amenemhet III. Während der 13. Dynastie und der darauf folgenden Fremdherrschaft durch asiatische Invasoren (Hyksoszeit) ging die monumentale Kunst zurück. Kleinskulpturen wie Nilpferde und glasierte Tierfiguren aus gebranntem Ton verkörperten die Hoffnung auf Regeneration im Jenseits. Bevorzugte Grabbeigabe war der Skarabäus, vielfach mit dem Namen des Verstorbenen geschmückt, dessen Weiterleben nach dem Tode er sichern sollte.

Neues Reich (1550-1070 v. Chr.)
Auf die Vertreibung der "Hyksos" folgte eine Erneuerung des geistlichen Lebens und der bildenden Kunst. Der Tempel des Amun in Karnak und eindrucksvolle Sphinx-Alleen wurden gebaut. Mit dem Terrassentempel der Hadschepsut begann der Bau einer Reihe königlicher Totentempel auf dem Westufer des Nils bei Theben. Mit Beginn der Amarna-Zeit und der Herrschaft des Echnaton (Amenophis IV.) kehrte man von den Kolossalstatuen wieder zurück zu "menschlicheren" Maßstäben. Der König wurde nicht mehr in seiner erhabenen Göttlichkeit, sondern im Kreis seiner Familie mit dem Symbol der Strahlensonne dargestellt. Durch die Entdeckung des Grabes von Tutanchamun und die darin enthaltenen Schätze erhielten wir einen tiefen Einblick in Kunst, Kultur und den Alltag eines ägyptischen Pharao der 18. Dynastie.
Unter den nachfolgenden Königen Sethos I. und Ramses II. erlebte Ägypten mit dem großen Säulensaal von Karnak, dem Felsentempel von Abu Simbel u.a. eine Bautätigkeit, die keine weitere Steigerung mehr zuließ. In der Plastik wurde der Stein durch Metall ersetzt. Die Großbronzen der 22. Dynastie leiteten schließlich zur Fülle der Götter- und Tierbronzen der Spätzeit über.

Spätzeit (712-332 v. Chr.)
In der Spätzeit der altägyptischen Geschichte steigerte sich die Tendenz, ältere Kunstwerke so nachzuahmen, dass es noch heute schwer fällt, zwischen einem Original z.B. des Mittleren Reiches und einer späteren "Wiederholung" des Werkes zu unterscheiden. Den Weg zurück zu den Ursprüngen suchte man auch in den vielräumigen Grabpalästen, die während der 26. Dynastie in Theben entstanden. Hier wurden der Nachwelt noch einmal alle bedeutenden religiösen Schriften der Vergangenheit überliefert.

Griechische / Römische Zeit (332 v. Chr. - 395 n. Chr.)
Als es Alexander dem Großen 332 v. Chr. gelang, die Perser aus Ägypten zu vertreiben, wurde er als Befreier gefeiert und in Memphis zum König gekrönt. Nach Alexanders Tod 323 v. Chr. zerfiel das Reich durch andauernde Nachfolgestreitigkeiten, bis sich schließlich Alexanders General Ptolomäos im Jahre 305 die Herrschaft über Ägypten sicherte und eine Dynastie gründete, die 300 Jahre an der Macht blieb.
Mit der Ermordung ihres Bruders Ptolomäos XIII. im Jahre 48/47 v. Chr. übernahm Kleopatra VII. die alleinige Regierungsmacht. Der römische Feldherr Julius Caesar, der vergeblich versucht hatte, zwischen Kleopatra und ihrem Bruder zu vermitteln, geriet schließlich selbst in Bedrängnis und sah sich gezwungen, die bei Alexandria vor Anker liegende ägyptische Flotte in Brand zu setzen. Kleopatra gebar Caesar einen Sohn, dessen Thronansprüche sie zu sichern suchte. Nach Caesars Tod verband sie sich mit Markus Antonius, dessen Siege Ägypten ein letztes Mal die Herrschaft über den vorderen Orient einbrachten. Die Auseinandersetzungen mit Octavian, dem späteren Kaiser Augustus, endeten 31 n. Chr. mit einer Niederlage für Markus Antonius. Er ging zu Kleopatra zurück und wählte gemeinsam mit ihr den Freitod. So wurde Ägypten eine Provinz Roms.

mehr

Seit dem Altertum verwendete Legierung von Kupfer mit anderen Metallen (vor allem mit Zinn).
Ideales, Jahrtausende überdauerndes Metall für hochwertige Kunstgüsse.

Bronzeguss:
Beim Bronzeguss setzt der Künstler in der Regel ein mehr als 5000 Jahre altes Verfahren ein, das Wachsausschmelzverfahren mit verlorener Form. Es ist das beste, aber auch das aufwändigste Verfahren zur Herstellung von Skulpturen.

Beispielhaft hier Ernst Barlachs Skulptur "Der Buchleser":

Ernst Barlach: Skulptur 'Der Buchleser' Ernst Barlach Buchleser - Wachsausschmelzverfahren Teil 1Zuerst formt der Künstler ein Modell seiner Skulptur. Dieses wird in eine verflüssigte Silikon-Kautschukmasse eingebettet. Sobald das Material festgeworden ist, wird das Modell herausgeschnitten. In die so gewonnene Negativform wird flüssiges Wachs gegossen. Nach dem Erkalten wird der Wachsabguss aus der Form genommen, mit Gusskanälen versehen und in eine Keramikmasse getaucht. Die Keramikmasse wird im Brennofen gehärtet, wobei das Wachs ausfließt (verlorene Form).

Ernst Barlach Buchleser - Wachsausschmelzverfahren Teil 2Nun hat man endlich die Negativform, in welche die ca. 1400° C heiße Bronzeschmelze gegossen wird. Nach dem Erkalten der Bronze wird die Keramikhülle zerschlagen und die Skulptur kommt zum Vorschein.

Ernst Barlach Buchleser - Wachsausschmelzverfahren Teil 3Jetzt werden die Gusskanäle entfernt, die Oberflächen vom Künstler selbst oder nach seinen Vorgaben von einem Spezialisten poliert und patiniert und nummeriert. So wird jeder Guss zum Original.

Für weniger hochwertige Bronzegüsse wird häufig das Sandbettverfahren verwendet, das in Oberflächenbeschaffenheit und Qualität jedoch nicht das aufwändigere Wachsausschmelzverfahren erreicht.

Weiterführende Links:
Sandguss

mehr

Ein vollplastisches Werk der Bildhauerkunst aus Holz, Stein, Elfenbein, Bronze oder anderen Metallen.

Während die Skulpturen aus Holz, Elfenbein oder Stein direkt aus dem Materialblock herausgearbeitet werden müssen, muss beim Bronzeguss zunächst ein Werkmodell, meist aus Ton oder anderen leicht formbaren Materialien geschaffen werden.

Blütezeit der Skulptur war nach der griechischen und römischen Antike die Renaissance. Der Impressionismus verlieh der Bildhauerkunst neue Impulse. Auch zeitgenössische Künstler wie Jörg Immendorff, Andora, Markus Lüpertz haben die Bildhauerkunst mit bedeutenden Skulpturen bereichert.

mehr

Die originalgetreue Wiederholung eines Kunstwerkes in gleicher Größe und bestmöglicher Material- und Farbgleichheit.

Die Form wird in der Regel direkt vom Original abgenommen, so dass das Replikat auch die feinsten Einzelheiten wiedergibt. Nach der Herstellung des Replikates nach dem am besten geeigneten Verfahren wird die Oberfläche entsprechend dem Original poliert, patiniert, vergoldet oder bemalt.

Ein Replikat von ars mundi ist ein erkennbares Abbild des Originals.

mehr
Zuletzt angesehen