Emil Nolde:
Bildband "Emil Nolde für Kinder" - von Mario Giordano (Hrsg.)

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Bildband "Emil Nolde für Kinder" - von Mario Giordano (Hrsg.)

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Kurzinfo

Hardcover | 64 Seiten | Format 28 x 24 x 1 cm (H/B/T)

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Emil Nolde: Bildband "Emil Nolde für Kinder" - von Mario Giordano (Hrsg.)

Mario Giordano, geboren 1963, ist Autor von Romanen, Kinder- und Jugendbüchern sowie Drehbüchern. 2001 erhielt er den Bayerischen Filmpreis für das Drehbuch nach seinem Roman "Das Experiment". Seine Kunstbücher für Kinder, darunter "Der Mann mit der Zwitschermaschine" (2001) über Paul Klee und "Pablos Geschichte" (2000) über Picasso, gehören zu den erfolgreichsten Publikationen auf diesem Gebiet.

Emil Nolde (1867-1956) ist einer der Hauptvertreter des deutschen Expressionismus und gilt als der große Aquarellist in der Kunst des 20. Jahrhunderts. Unter dem Einfluss der neoimpressionistischen Malerei entfernte er sich vom romantischen Naturalismus und fand in der Farbe sein eigentliches Ausdrucksmittel. Kurze Zeit gehörte er der Künstlergemeinschaft "Brücke" und der Berliner Secession an. Im "Dritten Reich" wurde Nolde als "entarteter" Künstler geächtet und 1941 mit einem Malverbot belegt. In dieser Zeit entstand die immense Folge seiner "Ungemalten Bilder", über 1.300 kleinformatige Aquarelle, als ein Höhepunkt in Noldes Alterswerk.

Räubergeschichten und Fabelwesen, große Tiere und wundervoll farbige Blumenwelten - wohl nur wenige Bilder der Kunstgeschichte eignen sich so sehr zur Betrachtung durch Kinder wie die des Malers Emil Nolde.
Der Kinderbuchautor Mario Giordano lädt ein zu einem Spaziergang durch das Leben von Emil Nolde. Er lässt die Kinder die Bilder erleben und einen Maler entdecken, der nur unter großen Schwierigkeiten und gegen den Widerstand seines Vaters seinen Lieblingsberuf ergreifen konnte. Er zeigt ihnen einen ehrgeizigen Nolde und einen, der seine Frau Ada über alles liebte, einen Nolde, der - zutiefst unglücklich - trotz Verbot der Nationalsozialisten winzig kleine Bilder malte, damit sie niemand entdecken konnte, und einen Nolde, dem Märchengeschichten und geheimnisvolle Troll- und Ungeheuerwelten über alles gingen.

Hardcover. 64 Seiten. 34 farbige Abbildungen, 16 s/w Abbildungen. Format 28 x 24 x 1 cm (H/B/T). Erschienen im DuMont Buchverlag.

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1867-1956 - Deutscher Expressionist

Emil Nolde (bürgerlich Hans Emil Hansen, bis er sich 1902 nach seinem Geburtsort benannte) gilt als einer der bedeutendsten deutschen Expressionisten. Von der Münchner Akademie abgelehnt, ging er nach Paris, um an der dortigen Académie Julien seine Studien fortzusetzen. Seit 1905 lebte und arbeitete er auf der dänischen Insel Alsen und in Berlin und war kurzfristig Mitglied der "Brücke" und - ebenso kurzfristig - der Berliner Secession.

Kurz nach dem Austritt Noldes aus der Künstlergemeinschaft "Brücke" Ende 1907 begegnete er dem norwegischen Maler Edvard Munch in Berlin, dessen Arbeiten ihn sehr beeindruckten. Bei dem Besuch seines Freundes Hans Fehr im Jahr 1908 begann er, die Technik des Aquarellierens für sich zu entdecken und schließlich virtuos umzusetzen.

Noldes Werk umfasst heute zahlreiche Aquarellarbeiten, Ölgemälde, Grafiken sowie einige Skulpturen. Kennzeichnend ist seine intensive Farbgebung; der Künstler verblieb in seinen Motiven - Landschaften, Blumen, Stadtszenen, religiöse Motive - zwar stets im Gegenständlichen, "komponierte" seine Bilder jedoch ganz von der Farbe her. Als Nolde 1927 sein Backsteinhaus "Seebüll" im nordfriesischen Neukirchen bezog, umgab er es mit einem großen Garten, der ihm Motive in Hülle und Fülle bot.

Es sollten schwere Jahre folgen. Noldes Stellung zum Nationalsozialismus war, wie die Forschung seit langem festgestellt hat, durchaus kompliziert. Tatsache bleibt: 48 seiner Werke wurden 1937 in der berüchtigten Ausstellung "Entartete Kunst" gezeigt, mehr als 1.000 beschlagnahmt und 1941 wurde ihm sogar - ein Schicksal, das sonst nur den Maler Karl Schmidt-Rottluff und den Bildhauer Edwin Scharff ereilte - ein Arbeitsverbot auferlegt. Nolde reagierte, indem er heimlich etwa 1.300 "Ungemalte Bilder" schuf: kleinformatige Aquarelle, oft in freier, experimenteller Farbkomposition. Sie waren es nicht zuletzt, die seinen Nachkriegsruhm begründeten. 1955 war der 84jährige auf der ersten documenta vertreten, und auch auf der zweiten im Jahr 1959 wurde sein Werk - nun postum - präsentiert.

Werke von Emil Nolde finden sich weltweit in den Sammlungen hochrangiger Museen, u.a. im Art Institute in Chicago, im Eremitage Museum in St. Petersburg, im Museum of Modern Art in New York City, im Berliner Brücke-Museum, in der Wiener Albertina und im Kunstmuseum in Basel, um nur einige zu nennen. In Seebüll und Berlin wurden Stiftungen zu seinen Ehren gegründet.

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Künstlerische Bewegung, die im frühen 20. Jahrhundert den Impressionismus ablöste.

Der Expressionismus ist die deutsche Form der Kunstrevolution in Malerei, Grafik und Bildhauerkunst, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts in den Werken von Paul Cézanne, Vincent van Gogh und Paul Gauguin ihre Vorläufer fand. Die Expressionisten versuchten, zu den Urelementen der Malerei vorzustoßen. Mit kräftigen, ungebrochenen Farben in großen Flächen, der Betonung der Linie und der dadurch angestrebten suggestiven Ausdruckskraft kämpften sie gegen den Kunstgeschmack des etablierten Bürgertums an.

Die wichtigsten Vertreter des Expressionismus waren die Gründer der Brücke: Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein, Otto Mueller, sowie Franz Marc, August Macke u.a.

Meister des Wiener Expressionismus sind Egon Schiele und Oskar Kokoschka. Unter den Bildhauern ist Ernst Barlach der Berühmteste.

Die französische Form des Expressionismus ist der Fauvismus.

Weiterführende Links:
Brücke
Fauvismus

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