Paul Cézanne:
Porzellanvase "Stillleben II" mit Golddekor

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Paul Cézanne:
Porzellanvase "Stillleben II" mit Golddekor

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Porzellan | Golddekor | Höhe 24 cm | Ø 16 cm

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Paul Cézanne: Porzellanvase "Stillleben II" mit Golddekor

"Ich male nicht einfach wie ich sehe, ich male wie ich fühle": Paul Cézanne (1839-1906) schuf mit seinen postimpressionistischen Bildern entscheidende Ausgangspunkte für die Malerei des 20. Jahrhunderts. Vase aus Porzellan nach dem Motiv "Stillleben mit Obstkorb" (1888/90) von Paul Cézanne. Höhe 24 cm. Durchmesser 16 cm.

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1839-1906

"Ich male nicht einfach wie ich sehe, ich male wie ich fühle": Paul Cézanne (1839-1906) schuf mit seinen postimpressionistischen Bildern entscheidende Ausgangspunkte für die Malerei des 20. Jahrhunderts. Insbesondere Kubisten und Fauvisten wie Pablo Picasso und Henri Matisse führten ihre Kunst direkt auf Cézanne zurück. Als einer der ersten Maler veränderte Cézanne in seinen Gemälden bewusst Formate und Perspektiven, um besondere Lebendigkeit und Effekte zu erzielen.

Der Sohn eines kleinen Bankiers wurde am 19. Januar 1839 in Aix-en-Provence geboren. Die sehr späte künstlerische Anerkennung machte Cézanne Zeit seines Lebens finanziell abhängig von seinem Vater. Erschwerend kamen die Abweisungen der Pariser Ecole des Beaux-Arts und die stete Ablehnung der Salons hinzu und ließen ihn immer mehr zu einem menschenscheuen Einzelgänger werden. Das vom Vater gewünschte Jurastudium aufgebend, bildete er sich letztlich selbst als Autodidakt aus und schulte sich an den Werken Rubens, Delacroixs und Poussins. Häufig arbeitete er im Kreis der Impressionisten und stellte mit ihnen aus. Jedoch distanzierte er sich von deren Stil, da er eine "feste und dauerhafte Malerei" schaffen wollte, die nur in einigen Merkmalen, wie der Aufhellung der Palette und der atmosphärisch-flimmernden Farbigkeit, impressionistisch war.

Cézanne malte fast ausschließlich Landschaften der Umgebung von Aix-en-Provence, Stillleben und Szenen alltäglichen Inhalts, in denen er nicht die sichtbare Natur sondern das Wahrgenommene wiedergeben wollte. Er entwickelte eine neue Raum-, Form- und Farbauffassung, die für nachfolgende Malergenerationen richtungsweisend werden sollte. Zu Recht wird er als "Vater der Moderne" bezeichnet.

Die Bedeutung seiner Werke wurde erst nach seiner ersten Einzelausstellung in Paris 1895 erkannt. Es folgten weitere Ausstellungen und seine Bilder wurden zu hohen Preisen verkauft. Trotzdem zog er sich mehr und mehr zurück und seine Gesundheit verschlechterte sich zusehends. Auch seine Frau und sein Sohn, die beide in Paris lebten, konnten nicht mehr zu ihm durchdringen. Letztlich starb Cézanne einsam an einer Lungenentzündung in seinem Atelier in Aix-en-Provence am 22. Oktober 1906.

Dem "Mythos Cézanne" wurde bereits ein Jahr später in einer großen Gedächtnisausstellung mit 56 seiner Gemälde gedacht.

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Keramisches Erzeugnis aus Kaolin, Quarz und Feldspat.

Porzellan wird durch Drehen oder Pressen geformt. Figürliche Darstellungen werden gegossen. Komplizierte Formen müssen in Teilen gegossen und anschließend ‚angarniert' werden. Nach dem Formen werden die Stücke getrocknet, bei etwa 900°C ‚verglüht'. Danach wird die Glasur aufgebracht, die bei Temperaturen zwischen 1.240°C und 1.445°C eingebrannt wird. Bei den bedeutenden Manufakturen wird das Porzellan von Hand bemalt, wobei jede Farbe einzeln und unter Einhaltung enger Temperaturtoleranzen eingebrannt werden muss.

Erfunden wurde das Porzellan in China und gelangte seit dem 16. Jahrhundert in Europa zu größerer Verbreitung. 1710 wurde dann als erste europäische Porzellanmanufaktur die von Meißen gegründet.

Weitere berühmte europäische Porzellanmanufakturen sind u.a. Fürstenberg, Höchst, Schwarzburger Werkstätten, Lladró, Nymphenburg, KPM, Augarten, Sèvres, Limoges, Royal Kopenhagen, Worcester. Zur Kennzeichnung der Herkunft dienen die Porzellanmarken, mit denen die einzelnen Manufakturen ihr Produkte versehen.

Weiterführende Links:
Lladró
Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst

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Die um 1870 in der französischen Malerei entstandene Stilrichtung des Impressionismus verdankt ihren Namen dem Landschaftsbild Claude Monets 'Impression, soleil levant'. Nach anfänglicher Ablehnung trat sie einen wahren Siegeszug an.

Maler wie Claude Monet, Edgar Degas, Edouard Manet, Auguste Renoir u.a. schufen Motive aus dem täglichen Leben, Stadt- und Landschaftsszenen in einem hellen, natürlichen Licht.

Der Impressionismus ist als eine Reaktion auf die Malerei der Akademien zu sehen: Nicht die Betonung des Inhaltlichen mit einem nach festen Regeln gestalteten Bildaufbau wurde angestrebt, sondern der Gegenstand, wie er im jeweiligen Augenblick, in einem oft zufälligen Ausschnitt, erscheint, stand im Mittelpunkt. Die Wirklichkeit wurde in ihrer ganzen Farbenvielfalt in einer natürlichen Beleuchtung gesehen. An Stelle der Ateliermalerei trat die Freilichtmalerei.

Mit der Aufhellung der Palette und der Auflösung fester Konturen ging ein neuer Umgang mit der Farbe einher. Die Farben wurden vielfach nicht mehr auf der Palette gemischt, sondern auf der Leinwand so nebeneinander gesetzt, dass der endgültige Eindruck erst im Auge des Betrachters, mit gewissem Abstand, entsteht. Im "Pointillismus" (mit Malern wie Georges Seurat oder Paul Signac) wurde dieses Prinzip dann ins Extrem geführt.

Außerhalb Frankreichs wurde der Impressionismus in den Werken der Maler wie Max Slevogt, Max Liebermann oder Lovis Corinth in Deutschland oder auch von James A. M. Whistler in den USA aufgenommen.

In der Bildhauerkunst äußerte sich der Impressionismus nur bedingt. Bei den Werken von Auguste Rodin, der als einer der Hauptvertreter gilt, zeigt sich eine Auflösung der Oberflächen, bei der das Spiel von Licht und Schatten in die künstlerische Aussage einbezogen wird. Auch Degas und Renoir schufen Skulpturen.

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