Camille Corot

1796-1875

Trotz seiner Zuordnung zur "Schule von Barbizon" gilt Corot als Klassiker, der besonders durch seine Landschaftsmalerei Bedeutung erlangte. Wenn auch seine künstlerische Vorstellungswelt klassisch blieb, zeigt seine improvisierende Malweise doch viel individuelle Freiheit. Als wesentlicher Beitrag zur Malerei gilt seine unnachahmliche Art Atmosphäre und Licht darzustellen.

Am 16.7.1796 wurde Corot als Sohn eines Tuchhändlers geboren und erlernte dem Wunsch der Eltern gemäß ebenfalls dieses Handwerk. Erst mit 26 Jahren begann er Landschaftsmalerei zu studieren, wobei ihm Poussin und Lorrain dauerhafte Vorbilder wurden. Besonders Gewässer waren wegen ihres silbrigen Schimmers für Corot ein faszinierendes Motiv. Diese Bilder strahlen poetische Stille aus, die ihn in den Augen der Kritiker zu einem der fähigsten Repräsentanten der poetischen Landschaftskunst werden ließen. So ist ein Lieblingsmotiv Corots der Landsitz seiner Eltern in Ville-dAvray mit seinem stillen Teich und üppigen Blumenwiesen. Malerische Freiheit nahm sich der Künstler auch für seine Portraits heraus, von denen besonders die Frauenbildnisse hervorzuheben sind.

Corot war ein Einzelgänger, der keine intensiven Kontakten zu anderen Malerkreisen pflegte. Gleichwohl besonders seine Historienbilder bei den Zeitgenossen Bewunderung hervorriefen. Jedoch war es einzig Gustave Courbet den er sehr schätzte.

Corots Werke wurden durch die differenzierte Abstufung der Farben, die einen atmosphärischen Zauber erzeugten, Vorbilder für den Impressionismus. Corot forderte, das sich der Künstler ganz dem unmittelbaren Eindruck unterwerfen solle und wandte als erster den Begriff "Impression" an. Er starb im Alter von 79 Jahren am 22.2.1875 in Paris.

Filter

Gefunden: 1