Otto Mueller:
Bild "Zwei auf dem Sofa sitzende Mädchen" (1912-14)
Proportionsansicht
Bild "Zwei auf dem Sofa sitzende Mädchen" (1912-14)
Otto Mueller:
Bild "Zwei auf dem Sofa sitzende Mädchen" (1912-14)

Kurzinfo

Limitiert, 50 Exemplare | nummeriert | signiert | Lithografie auf Papier | gerahmt | Format 49 x 53 cm

Bestell-Nr. IN-850968.R1
Bild "Zwei auf dem Sofa sitzende Mädchen" (1912-14)
Otto Mueller: Bild "Zwei auf dem Sofa sitzende Mädchen" (...

Detailbeschreibung

Bild "Zwei auf dem Sofa sitzende Mädchen" (1912-14)

Otto Mueller macht uns zum Betrachter einer vertrauten Gesprächssituation zweier junger Frauen. Bei den zarten menschlichen Figuren verzichtet Mueller, wie bei vielen seiner Arbeiten, auf individuelle Gesichtszüge und zeigt sein ausgeprägtes Gefühl für das Wesentliche. Die Körperhaltung beider Figuren im Zusammenspiel mit dem abgerundeten Bildraum, verleiht der Darstellung eine gewisse Abgeschiedenheit, die Bank fungiert hier als eine Art Schutzwall, der die beiden umgibt. Aufgebauschte Kissen im Hintergrund unterstreichen die intime Situation, wobei sich die beiden Mädchen sehr frei und offen zueinander präsentieren, was ihre Vertrautheit unterstreicht.

Original-Lithografie, 1912-14. Auflage: 50 Exemplare auf Papier, handsigniert. Motivgröße 21,5 x 26,8 cm. Blattformat 46 x 38 cm. Format im handgearbeiteten Rahmen 49 x 53 cm wie Abbildung.

Über Otto Mueller

1874-1930

Otto Mueller, einer der bedeutendsten Vertreter des deutschen Expressionismus, war nach Berichten von Zeitgenossen ein schweigsamer, verschlossener, ja geradezu eigensinniger Mensch. Auch künstlerisch ging der enge Freund des nicht weniger introvertierten Wilhelm Lehmbruck, wiewohl seit 1910 der "Brücke" zugehörig, durchaus eigene Wege. In vielen Stilelementen ähnelt sein Werk den Brücke-Künstlern sehr, es unterscheidet sich jedoch schon durch sein Beharren auf eine gewisse Natürlichkeit, sein Suchen nach dem "Paradiesischen" in der Verbindung von Mensch und Natur, das ihm den Ruf eines expressionistischen Romantikers einbrachte.

Berühmt sind seine in erdig-grüne Landschaften gesetzten weiblichen Akte und die zahlreichen Versionen eines Themas, das ihn zeitlebens beschäftigte: die halb exotisch, halb phantastisch wirkenden "Zigeuner"-Porträts. Aber auch seine Landschaftsbilder offenbaren seine Eigenständigkeit: Mit ihren flächig strukturierten Elementen in gedämpften Farben und ihrem streng komponiertem Bildaufbau sind sie allenfalls dem großen Spätwerk Paula Modersohn-Beckers vergleichbar.

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