Arman

1928-2005

Arman (eigtl. Armand Fernandez) wurde 1928 in Nizza geboren und starb 2005 in New York. Der französische Objektkünstler ist einer der wichtigsten Mitglieder und Mitbegründer der Gruppe "Nouveaux Réalistes".

Arman besuchte die Kunstschule in Nizza und in Paris die École du Louvre und die École National des Arts Décoratifs. Seine Objektbilder wurden in vielen europäischen Städten gezeigt.

Arman war schon früh mit Yves Klein befreundet. Er begann damit, Gegenstände wie Ketten, Dosen, Schlüssel und ähnliches in Tinte zu tauchen und auf Papier auszudrucken. Dabei erwies Arman dem einzelnen, vorgeformten Gegenstand immer mehr Aufmerksamkeit. So entstanden Abfalleimer oder Papierkörbe mit verbrauchten Produkten unserer Konsumgüterindustrie. Denen folgten dann die Anhäufungen gleichartiger Gegenstände, wie Rundfunkröhren, Zahnräder oder Ampullen - meist in Kästen aus Plexiglas. Arman operiert hierbei mit dem gegebenen Material wie ein Maler mit Pinsel und Farbe. Er komponiert, lässt aber auch dem Zufall einen eminenten Raum.

Der einzigartige Charakter von Armans Werken besteht in der Verschmelzung von Objekten und Porträts aus der Welt der Musik und der Technik. Virtuos beherrscht er die Gabe Musik sichtbar zu machen.

Arman erhielt 1964 den 2. Preis der Biennale in Tokio und 1966 den Großen Preis Marzotto. 1968 wurde ihm eine Lehrtätigkeit an der Universität von Kalifornien (UCLA) übertragen. 1968 war er auch auf der Biennale in Venedig und der documenta in Kassel vertreten. Seine berühmten Gemälde und Skulpturen sind in allen bedeutenden Kunstmetropolen anzutreffen.

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