Praxiteles:
Kopf des Epheben von Marathon, Kunstbronze
Praxiteles:
Kopf des Epheben von Marathon, Kunstbronze

Kurzinfo

Replikat | Kunstbronze + Marmor | Gesamthöhe 36 cm

inkl. MwSt. zzgl. Porto

Bestell-Nr. IN-002434

Lieferzeit: Sofort lieferbar

Kopf des Epheben von Marathon, Kunstbronze
Praxiteles: Kopf des Epheben von Marathon, Kunstbronze

Detailbeschreibung

Kopf des Epheben von Marathon, Kunstbronze

Mit dem Dreigestirn Skopas, Praxiteles und Lysipp ging der "Schöne Stil" der griechischen Spätklassik auf. Bei seinen Skulpturen vermied Praxiteles alles Heroische und Titanische; auch seine virtuos gemeißelten Götter erscheinen in liebenswürdig-menschlicher Gestalt. Seine berühmten Originale, wie die "Aphrodite von Knidos", der "Hermes von Olympia", der "Eidechsenfänger" und der "Einschenkende Satyr" sind unwiederbringlich verlorengegangen, doch römische Repliken künden noch von ihnen. Dann aber erschütterte ein einmaliger Fund die Kunstwelt: Griechische Fischer bargen bei Marathon eine Jünglingsstatue von unvergleichlicher Schönheit, die man nahezu zweifelsfrei Praxiteles zuschreiben kann. Es ist wohl Hermes selbst, der hier die Nachwelt entzückt und uns in die glückliche Stille seines elysischen Daseins einbezieht.
Original: Archäologisches Nationalmuseum Athen. Praxiteles, attisch, um 330 v. Chr.

Kunstbronze. Höhe mit Marmorsockel 36 cm.

Über Praxiteles

Praxiteles (um 395 v. Chr. bis etwa 320 v. Chr.) war im 4. Jahrhundert vor unserer Zeit griechischer Bildhauer in Athen. Von Plinius wird er wegen seiner Kunst der Marmorbearbeitung gerühmt. Darüber hinaus sind aber auch Arbeiten aus Bronze bekannt. Entgegen der heutigen Vorstellung, dass die edle Wirkung des Marmors nur durch den weißen Stein hervorgerufen wird, ließ Praxiteles seine Skulpturen durch den Maler Nikias bemalen. Durch schriftliche Überlieferung, in denen seine Werke beschrieben werden, sind uns heute über fünfzig Werke bekannt. Sie wären als Skulpturen gänzlich verloren, hätten die Römer nicht Repliken angefertigt.

Praxiteles Themen waren die Göttergestalten des Olymps, die er als ewig jugendlich darstellte. Darüber hinaus zeugen Portrait- und Grabstatuen von der Popularität des attischen Bildhauers unter seinen Zeitgenossen.

Seine wohl bekannteste Statue und nach Plinius die schönste "auf dem ganzen Erdenkreis" ist die "Knidische Aphrodite". In fünfzig großplastischen römischen Repliken ist die sich zum Bad entkleidende Schöne erhalten geblieben. Neben weiteren Aphroditebildern schuf Praxiteles auch Erosstatuen, die durch ihre Nacktheit Anlass zu zahlreichen pikanten Anekdoten boten. Eine seiner berühmtesten Jünglingsstatuen ist der in zwanzig römischen Repliken erhalten gebliebene "Apollon Sauroktonos". Die gelungensten davon können im Pariser Louvre und im Vatikan bewundert werden.

Dem Bildhauer gelang es immer wieder seinen Statuten durch einen schönlinig geschwungenen Kontur Anmut zu verleihen. Er legte besonders bei seinen Götterbildern mehr Wert auf eine differenzierte Darstellung der seelischen Empfindungen, denn auf die zeittypische Wiedergabe des erhabenen Charakters und verlieh ihnen so eine menschliche Erscheinung.

Empfehlungen