Griechenland

Der griechischen Bildhauerei der Zeit von ca. 1600 v. Chr. bis 30 v. Chr. verdankt die Kunstgeschichte einige ihrer bedeutendsten Werke. Griechische Statuen, Skulpturen, Büsten und Reliefs jener Phase faszinieren bis heute und wirken wie ein Spiegel einer Welt aus Göttern, Königen und Mythen.

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Griechische Skulpturen

Griechische Statuen - Ikonen der Zeitgeschichte

Skulpturen, Statuen, Reliefs und Büsten der griechischen Antike nehmen in der Kunstgeschichte einen wichtigen Platz ein. Einige der bekanntesten Kunstwerke der Menschheitsgeschichte stammen aus der Zeit von ca. 1600 v. Chr. bis 30 v. Chr. Diese Epoche sollte in den nachfolgenden Jahrhunderten maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der Kunst in ganz Europa haben. Auch heute noch greifen viele zeitgenössische Künstler in ihren Werken auf antike Stilelemente und die griechische Kunstästhetik zurück.

Büsten, Statuen und Reliefs waren im antiken Griechenland weit verbreitet und hatten für die Kultur und die Gesellschaft eine große Bedeutung. Sie wurden in Auftrag gegeben, um Götter, Herrscher und Helden, aber auch Sportler, Wissenschaftler oder Künstler öffentlich zu ehren und an sie zu erinnern. Daher waren die Skulpturen im Stadtbild auch an vielen Orten präsent: Statuen standen auf Straßen, öffentlichen Plätzen und in Gartenanlagen, Büsten waren in Privathäusern und in öffentlichen Gebäuden aufgestellt und Reliefs schmückten Tempel, Altäre und Grabmale. Allerdings gaben die Büsten, Porträts oder Gesichter der Statuen meistens nicht das tatsächliche Aussehen der abzubildenden Personen wieder. Bei der Gestaltung orientierte man sich stattdessen an festgelegten Typen und allgemeinen Kategorien wie Alter, Herkunft oder sozialem Status. Für die Herstellung von griechischen Figuren wurden verschiedene Werkstoffen wie Stein, Marmor, Bronze, Holz, Elfenbein oder Ton verwendet. In der Regel wurden die Werke anschließend auch bunt bemalt. Das vermeintlich charakteristische Weiß, das heute landläufig mit den antiken Skulpturen assoziiert wird, ist lediglich darauf zurückzuführen, dass die Farben im Lauf der Jahrhunderte verblassten oder abblätterten.

Von Mykene bis Hellenismus - Die wichtigen Epochen der griechischen Kunst und Bildhauerei

Die Phase der Antike, aus der viele der heute weithin bekannten griechischen Büsten, Statuen und Reliefs stammen, lässt sich in vier Perioden unterteilen - in die mykenische, die archaische, die klassische und die hellenistische. In der mykenischen Zeit zwischen 1600 v. Chr. und ca. 1200 v. Chr., als sich in Griechenland die erste Hochkultur Europas entwickelte, machte auch die Kunst ihre ersten großen Entwicklungsschritte. Aus dieser Zeit stammt vor allem bedeutendes Kunsthandwerk wie präzise Metallarbeiten, farbig bemalte Keramiken sowie edler Schmuck. Die Bildhauerei spielte in dieser Phase noch eine etwas untergeordnete Rolle und konzentrierte sich vor allem auf kleinere Figuren sowie Reliefs. Mit der Periode der Archaik ab etwa 800 v. Chr. begannen sich dann aber die heute bekannten freistehenden Großplastiken durchzusetzen. Zu den bekanntesten Kunstwerken der Archaik gehören die Darstellungen von jungen Männern (Kuros) und jungen Frauen (Koren). Ihre Merkmale waren eine aufrechte, frontale Position, sehr idealtypische Proportionen und eine große Symmetrie in der Formgebung. Dieses Gestaltungsschema hatte über mehrere Jahrhunderte Geltung. In der klassischen Periode ab etwa 500 v. Chr. wurde dieses sehr statische Leitmotiv aufgebrochen. Mehr und mehr setzte sich eine Formgebung durch, die sich stärker an der realen menschlichen Anatomie orientierte und die Menschen in natürlicheren Körperhaltungen abbildete. Außerdem zeigten die griechischen Statuen vermehrt Bewegungsabläufe, so wie sie bei Sportveranstaltungen oder Wagenrennen zu sehen waren. Im Hellenismus ab ca. 300 v. Chr. war dann die Bildhauerei von einer großen stilistischen und motivischen Vielfalt geprägt. Die Ausarbeitung der Skulpturen wurde immer detailreicher und realistischer und die Figuren wurden in dynamischen und lebendigen Posen gezeigt. Als Motiv griffen die Bildhauer neben Göttern, Herrschern und Helden jetzt auch das Leben der "einfachen" Bevölkerung auf und zeigten Szenen aus dem Alltag der Menschen.

Griechische Statuen, Büsten und Reliefs bei ars mundi

Aus der Bildhauerei der griechischen Antike sind zahlreiche Motive hervorgegangen, die zu Ikonen der Kunstgeschichte wurden. Ihrem historischen Hintergrund, ihrer Schönheit und ihrem großen Symbolgehalt ist es zu verdanken, dass sie über viele Jahrhunderte hinweg bis heute nichts an ihrer Anziehungskraft verloren haben. Zu den wichtigsten griechischen Statuen gehören sicherlich die "Venus von Milo" und die "Nike von Samothrake" aus der Hochzeit des Hellenismus. Ebenfalls zu den Klassikern zählen die Abbildungen von griechischen Gottheiten, wie die Büste von Dionysos, dem Gott des Weines und der Fruchtbarkeit, die Statue des Meeresgottes Poseidon oder das Bildnis von Asklepios, dem Gott der Heilkunst. Auch Artefakte, die historische Persönlichkeiten zeigen, wie eine Büste von Alexander des Großen oder die Maske Agamemnons, gehören zu den beliebten Motiven. Diese und viele weitere griechische Skulpturen, griechische Büsten und Reliefs finden Sie in dieser Rubrik als hochwertige und detailgetreue Reproduktionen.