Meer / Seefahrt

See, Strand und Schiffe gehören seit Jahrhunderten zu den klassischen Bildmotiven der Malerei. Von der Romantik über den Expressionismus und die Pop-Art bis hin zur zeitgenössischen Kunst haben sich Maler mit dem Sehnsuchtsort Meer beschäftigt.

Filter

Gefunden: 152

Meer / Seefahrt

Die Weite des Meeres in der Malerei

Ein Sonnenuntergang am Horizont, Schiffe auf großer Fahrt oder das bunte Treiben am Strand an einem Sommertag: Maritime Motive zählen zu den klassischen Sujets und haben in der Malerei eine lange Tradition. Spätestens ab dem 18. Jahrhundert gehörte es zum festen Repertoire vieler Künstler, von Schiffen und Meer Bilder zu malen. Die See war vor allem wegen ihrer Symbolkraft eine große Quelle der Inspiration. Sie konnte für Freiheit und Grenzenlosigkeit, aber ebenso für Fernweh oder auch Heimweh stehen. Max Beckmann, einer der wichtigsten Maler der Moderne, drückte seine Liebe zum Meer mit folgenden Worten aus: "Und dann an das Meer, meine alte Freundin, zu lang schon war ich nicht bei dir. Du wirbelnde Unendlichkeit mit deinem spitzenbesäten Kleide. Ach, wie schwoll mein Herz. Und diese Einsamkeit."

Bilder vom Meer – ein höchste vielfältiges Sujet

Für Meeresbilder finden sich verschiedene Bezeichnungen wie Seestücke, Marinemalerei oder auch maritime Malerei. Es ist ebenfalls nicht eindeutig definiert, welche Motive oder Bildgegenstände obligatorisch für diese Gattung sind. Allerdings galt das Meer auch lange Zeit nicht als ein eigenständiges Bildthema, sondern diente nur als landschaftlicher Rahmen. Im Mittelpunkt standen anfänglich vor allem Boote und Schiffe, die meist in stürmischer See oder bei Seeschlachten gezeigt wurden. Zudem wurden Porträts von Schiffen zu dokumentarischen Zwecken angefertigt. Erst ab etwa dem 19. Jahrhundert wurde es üblich, dass die Gemälde Meer und Wellen ohne weitere Bildgegenstände zeigen konnten. Typische Szenen waren zum Beispiel die aufgewühlte See mit Gischt und Brandung oder atmosphärische Sonnenuntergänge. Nach und nach etablierten sich viele weitere Motive in diesem Genre, zum Beispiel Küstenstreifen, Häfen, Werften, Leuchttürme oder das Strandbild mit badenden Menschen.

Schiffe und Meer im Spiegel der Epochen

Viele große Künstler der letzten Jahrhunderte ließen sich vom Mythos der See inspirieren und fanden ihr ganz individuellen Interpretationsweisen der Bilder vom Meer. Mitte des 19. Jahrhunderts schufen Maler wie William Turner mit "Die letzte Fahrt der Temeraire" oder Caspar David Friedrich mit seinem "Segelschiff im Nebel" opulente Klassiker der Romantik. Auch Vincent van Gogh widmete sich mit "Das Meer bei Les Saintes-Maries-de-la-Mer" dem Genre, ebenso wie Edvard Munch in "Eine Sommernacht am Strand". Sowohl im Impressionismus, zum Beispiel bei Claude Monets "Antibes", als auch im Expressionismus, wie bei Max Pechsteins "Sonnenuntergang Leba Hafen", war das Meer für Gemälde ein beliebtes Thema. Und auch in der Klassischen Moderne gehörten maritime Motive zum Standard, wie zum Beispiel in Lyonel Feiningers "Regenklarheit" oder Paul Klees "Segelschiffe". Auch heute noch sind die Meer Bilder sehr populär und werden von Künstlern wie Sibylle Bross, Anja Struck oder Gerd Bannuscher interpretiert.