Tierdarstellungen

Tiere sind ein bei Künstlern aller Epochen beliebtes Bildthema. Die Kunstgeschichte kennt viele Gemälde, in denen einzelne Tiere im Mittelpunkt stehen, vielfach dienen sie dabei als Symbol für menschliche Eigenschaften oder Werte.

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Tierdarstellungen

Tiere – Beliebte Motive der Malerei von der Steinzeit bis zur Gegenwart

Der "Feldhase" von Albrecht Dürer, das "Blaue Pferd" von Franz Marc oder die "Friedenstaube" von Pablo Picasso – in der Kunstgeschichte gehören Tiere zu den besonders traditionsreichen Bildthemen und haben in jeder Epoche ihren festen Platz. Nutztiere, Haustiere oder Wildtiere spielten in der Menschheitsgeschichte schon immer eine wichtige Rolle, entsprechend häufig wurden sie auch in Gemälden und Zeichnungen festgehalten. Als die frühesten bekannten Tierdarstellungen gelten derzeit Höhlenmalereien aus dem indonesischen Sulawesi, die Pustelschweine zeigen und über 45.000 Jahre alt sein sollen. Über die Jahrhunderte haben sich in der bildenden Kunst verschiedene Formen entwickelt, die Tiere darzustellen. In Bildern, in denen das menschliche Handeln im Vordergrund steht, wie bei Reiter- oder Jagdszenen, treten sie in den Hintergrund und dienen lediglich als Staffage. Gleiches gilt auch für viele Landschaftsgemälde, in denen die Tiere nur als Teil einer größeren Naturszene erscheinen. Ab dem 16. Jahrhundert sind Tiere parallel aber auch als eigenständiges Sujet der Malerei anerkannt und werden auch ohne andere Bildgegenstände gezeigt.

Tierbilder in Wissenschaft und Religion

Neben Tierdarstellungen in der Kunst finden sich Abbildungen von Tieren auch in zahlreichen anderen Zusammenhängen. In vielen Religionen zum Beispiel spielen die Tiere und damit auch ihre Darstellung in Bildern oder in Skulpturen eine wichtige Rolle. So galten beispielsweise bei den alten Ägyptern die Katzen als heilig, da sie als Inkarnation der Göttin Bastet betrachtet wurden. Eine bildliche Darstellung einer Katze bedeutete daher immer auch eine Huldigung der Gottheit. Aber auch im Christentum sind Tiere von großer Bedeutung. In vielen biblischen Geschichten kommen verschiedene Tiere wie Fische, die Taube oder das Lamm vor, die auch in der religiösen Malerei abgebildet wurden. Aber auch im wissenschaftlichen Kontext hatte die Tiermalerei lange einen festen Platz, vor allem in der Biologie. Vor der Erfindung der Fotografie halfen die gemalten Tierbilder dabei, die Tierwelt zu dokumentieren und zu klassifizieren. Es war nicht unüblich, dass Künstler diese Aufgabe übernahmen und teilweise weite Reisen unternahmen, um die Tiere zu beobachten und abzubilden. Solche Tierbilder wurden nicht nur in der wissenschaftlichen Literatur abgebildet, sondern auch in Magazinen und Illustrierten, um den Lesern beispielsweise die exotische Tierwelt fremder Länder näher zu bringen.

Tiere symbolisieren menschliche Eigenschaften

Tiere müssen nicht nur für sich selbst stehen, sondern sie können auch als Sinnbild dienen. Ihre symbolischen Bedeutungen werden auch in der Tiermalerei häufig aufgegriffen. Meist handelt es sich dabei um positive oder negative menschliche Eigenschaften oder allgemeine Werte. So kann zum Beispiel ein Stier für Kraft stehen, der Fuchs für Klugheit oder die Schlange für Verschlagenheit. Ein Schwan kann Schönheit und Melancholie symbolisieren, der Hund gilt als treuer Begleiter des Menschen und Pferde Bilder können Freiheit und Vitalität ausdrücken. Ein Tierbild bietet also nicht nur etwas fürs Auge, es kann auch eine feinsinnige Botschaft zum Ausdruck bringen.