Ohrschmuck

Seit Tausenden von Jahren dienen Ohrringe, Ohrhänger oder Ohrstecker als modisches Accessoires. Handelte es sich bei den ersten bekannten Formen des Ohrschmucks noch um einfachere Arbeiten aus Holz, Knochen oder Stein, hat er sich bis heute zu einem filigranen Schmuckstück entwickelt und wird oftmals aus edlen Materialien wie Gold, Silber oder Edelsteinen hergestellt.

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Ohrschmuck

Schmuck für die Ohren gehört zur Kultur der Menschheit

Ob Ohrringe, Ohrhänger, Ohrstecker oder Ohrclips – Schmuck an den Ohren zu tragen, hat in fast allen Kulturen der Menschheit eine lange Tradition, sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Zwischen sieben- und achttausend Jahre alt soll der älteste bekannte Ohrschmuck sein, der in der Mongolei gefunden wurde. Über die Jahrtausende war Ohrschmuck mal mehr, mal weniger populär, ist aber heutzutage als modisches Accessoire nicht mehr wegzudenken.

Ohrschmuck kennt viele Varianten

Ohrschmuck gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen, die sich zunächst einmal in den Formen des Verschlusses unterscheiden: Als Creolen werden Ringe bezeichnet, die durch das Ohrloch gesteckt und verschlossen werden. Ohrhänger hingegen sind an einem Bügel befestigt und werden lediglich im Ohrloch eingehängt. Beim Ohrstecker handelt es sich um ein Schmuckstück, an dem ein kleiner Stift befestigt ist, der durch das Ohrloch geschoben wird und hinter dem Ohr gesichert werden kann. Ohrclips schließlich benötigen kein Ohrloch, sondern können mit einem einfachen Clipmechanismus am Ohrläppchen befestigt werden. Für die Herstellung von Ohrschmuck eignen sich die unterschiedlichsten Materialien. Früher Ohrschmuck wurde aus Stein, Knochen und Holz hergestellt, hinzu kamen später verschiedene Metalle und Glas sowie Edelmetalle wie Gold und Silber. Auch Perlenohrringe oder Schmuck mit Edelsteinen oder Diamanten erfreuen sich größter Beliebtheit.

Ohrschmuck in der Geschichte der Menschheit

Ohrringe, Ohrhänger und Ohrstecker finden in der Menschheitsgeschichte in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen Erwähnung. Sie wurden in erster Linie als Schmuck getragen, dienten aber auch als Erkennungszeichen oder hatten einen praktischen Nutzen. Außerdem konnten sie einen symbolischen Charakter haben oder eine religiöse Bedeutung tragen. So kannten die antiken Kulturen der Ägypter, Griechen und Römer bereits kunstvoll gearbeiteten Schmuck für die Ohren, der zum Beispiel als Glücksbringer diente. Auch in der Bibel werden Goldohrringe bereits an mehreren Stellen erwähnt. Einen ganz praktischen Nutzen sollen die Ohrringe bei Piraten und bei Fischern gehabt haben. Die Goldohrringe sollen dazu gedient haben, den Seeleuten, sollten sie ertrinken und an Land gespült werden, ein Begräbnis zu finanzieren. Es gibt auch Berichte darüber, dass Ohrringe lange Zeit auch als Mittel gegen Krankheiten galten. Vor allem Augenleiden sollten durch das Tragen von Ohrringen gelindert werden. Wenn der Ohrschmuck aus besonders wertvollen Materialien gefertigt wurde, diente er auch als Statussymbol für die Oberschicht. Heutzutage ist Ohrschmuck in nahezu allen Kulturen und Szenen als modisches Accessoire fest etabliert.