Surrealismus

Der Surrealismus gehört zu den wichtigen Epochen des 20. Jahrhunderts. Die Künstler des Surrealismus beschäftigten sich in ihren Werken mit Visionen, Träumen und fantastischen Welten. Zu ihren bekanntesten Vertretern zählen René Magritte, Salvador Dalí, Max Ernst und Joan Miró.

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Surrealismus

Surrealismus in der Kunst – Was Sie wissen sollten, bevor Sie ein surrealistisches Bild kaufen

Der Surrealismus gehört zu den wichtigsten Stilen der Malerei des 20. Jahrhunderts. Seine Einflüsse reichen weit bis in die aktuelle zeitgenössische Kunst. Die surrealistischen Bilder weisen oftmals erkennbare Bezüge zur Wirklichkeit auf, führen diese aber meist durch eine verfremdete Darstellung ad absurdum. Aber auch eine völlig frei assoziierte, vom Unterbewusstsein gesteuerte Malerei gehört zur surrealistischen Kunst. Bis heute ist der Surrealismus auch beim Publikum sehr beliebt. Ganze Kunsthäuser sind ihm gewidmet, zum Beispiel das Max Ernst Museum Brühl, das Surrealismus-Museum in Krefeld oder "Dalí – Die Ausstellung am Potsdamer Platz" in Berlin. Bei uns im Online-Shop können Sie Bilder im Stil des Surrealismus kaufen.

Von der Literatur zur bildenden Kunst – die Anfänge des Surrealismus

Seinen Ursprung hatte der Surrealismus in der Literatur. 1924 hatte der französische Schriftsteller André Breton das "Surrealistische Manifest" veröffentlicht, das zum Standardwerk nicht nur für die Literatur, sondern auch die bildenden Künste werden sollte. Breton glaubte an eine Verschmelzung von Traum und Wirklichkeit zu einer neuen Form der Realität, der "Surrealität". Nicht nur die Wahrnehmung der Wirklichkeit, sondern die Wirklichkeit selbst wurde infrage gestellt. Der Surrealismus erfasste Intellektuelle in ganz Europa. Inhaltlich unterstützt wurde die Bewegung von Sigmund Freud und seiner Psychoanalyse, in der er die Bedeutung des Unbewussten und Unterbewussten herausarbeitete. Ab Mitte der 1920er-Jahre setzten dann viele Maler und Bildhauer in verschiedenen Techniken die Ideen des Surrealismus in ihrer Kunst um.

Eine Welt über der Welt – die Merkmale des Surrealismus

Im Wortsinn befasst sich der Surrealismus mit Zuständen "über der Wirklichkeit". Die Surrealisten wollten in ihren Kunstwerken explizit nicht die sie umgebende, objektive Wirklichkeit abbilden. Vielmehr suchten sie die Inspiration für ihre Werke in verschiedenen psychischen Phänomenen und damit im Inneren des Menschen. Zum Gegenstand der Surrealismus Malerei wurde Unbewusstes, Fantasien, Visionen, Irrationales, Träume, Triebhaftes oder Rauschzustände – also alle Bereiche der menschlichen Psyche, die nicht aktiv und bewusst kontrollierbar sind. Von den freien, ungehemmten und ungesteuerten Gedankenflüssen erhofften sich die Surrealisten den Zugang zu einer alternativen und reineren Wirklichkeit. In der künstlerischen Praxis versuchten sie ihre spontanen Assoziationen direkt auf ihre Werke zu übertragen. Künstlerische Eingebung erhofften sie sich unter anderem durch Arbeiten im Halbschlaf und unter Alkohol- und Drogeneinfluss. Sogar in neurotischen und paranoiden Zuständen suchten einige Künstler ihre Inspiration. Die auf diese Weise entstehenden Kunstwerke des Surrealismus sollten dem Träumerischen und Irrationalen am nächsten kommen.

Die zwei Schulen: Veristischer und absoluter Surrealismus

Die Surrealismus Künstler lassen sich in zwei größeren Strömungen unterteilen: Die Werke des "veristischen Surrealismus" weisen in der Regel konkrete und erkennbare Objekte der äußeren Wirklichkeit auf. Durch ungewohnte Kontexte, Verfremdung und verzerrte Darstellung der Gegenstände erschien die Gesamtkomposition aber als unlogisch und irrational. Das Spiel mit der Realität sollte die Betrachtenden durchaus an die Grenzen des Verstandes führen und sie an ihrer Wahrnehmung zweifeln lassen. Zu den Vertretern dieser Schule gehörten Künstler wie Salvador Dalí oder René Magritte. Demgegenüber hatte der sogenannte "absolute Surrealismus" jeglichen Bezug zur Wirklichkeit aufgegeben. Ihre Vertreter setzten vollständig auf die Abwesenheit von Verstand und Logik und ließen das Unterbewusstsein die Kontrolle beim künstlerischen Gestaltungsprozess übernehmen. Künstler wie Joan Miró oder Hans Arp kultivierten in ihren Kunstwerken automatische Handlungen und arbeiteten vorwiegend mit spontanen und abstrakten Formen.