Zeitgenössisch

Die zeitgenössische Malerei zu Beginn des 21. Jahrhunderts zeichnet sich durch einen großen Pluralismus der Stile aus. Abstrakte Darstellungsweisen haben ebenso ihr Publikum wie die figurative Malerei mit klassischen Motiven wie Porträts, Landschaften oder Stillleben.

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Zeitgenössisch

Malerei im 21. Jahrhundert – nach wie vor im Trend

Die Kunst im 21. Jahrhundert steht in ständiger Konkurrenz zu einer medialen Bilderflut: Es gibt heutzutage viele Lebensbereiche, in denen Bilder unterschiedlichster Art präsent sind, zum Beispiel in den Medien, im Internet und nicht zuletzt auf dem Smartphone durch private Fotografie. Dennoch haben die zweidimensionalen Kunstwerke nichts an ihrer Attraktivität verloren. Ganz im Gegenteil, Kunstliebhaber sind mehr denn je dazu bereit, auch ungewöhnlich hohe Summen für Unikate auszugeben, denn noch immer faszinieren die Farben und Texturen eines von Künstlerhand gemalten Bildes. Im Rahmen ihrer Ausstellung "Malerei der Gegenwart" im Jahr 2006 stellte die Kunsthalle München sogar einen wahren Malerei-Boom seit der Jahrtausendwende fest und konstatierte, dass die zeitgenössische Malerei als Medium auch für junge Künstler eine wichtige Ausdrucksform sei. Die Kunst im 21. Jahrhundert sieht sich aber noch einer weiteren Herausforderungen gegenüber: Kunstwerke werden zunehmend als Wertanlage betrachtet, was eine deutliche ökonomische Ausrichtung von manchen Bereichen des Kunstbetriebs zur Folge hat. Auf Auktionen erzielen Gemälde schwindelerregende Höchstpreise, wobei es keine Rolle spielt, ob ein Werk 500 Jahre ("Salvator Mundi", Leonardo da Vinci, 450 Mio $) oder 50 Jahre ("Three Studies of Lucian Freud", Francis Bacon, 140 Mio $) alt ist. Solche Erlöse erzeugen eine Art Goldgräberstimmung, die zum einen neue Spielräume eröffnet, für die Künstlerinnen und Künstler des 21. Jahrhunderts aber auch die Arbeits- und Vermarktungsweisen verändert und auch den Druck auf sie erhöht.

Tradierte Stile – zeitgenössisch interpretiert

Viele der Stilistiken, die sich im 20. Jahrhundert etablieren konnten, haben auch im aktuellen Kunstbetrieb zahlreiche Anhänger, sowohl unter den Künstlern als auch beim Publikum. Ein Blick in die Museen und Galerien zeigt, dass in der Kunst des 21. Jahrhunderts die zahlreichen verschiedenen Stile koexistieren können. Zu den nach wie vor populären Ausdrucksformen gehören zum Beispiel Expressionismus, Abstraktion, Surrealismus oder Pop-Art. Sogar Malweisen aus dem 19. Jahrhundert wie der Impressionismus inspirieren heute noch viele Künstlerinnen und Künstler. Zeitgemäß interpretiert und auf aktuelle Themen angewandt, werden diese traditionsreichen Stile in die Gegenwartskunst überführt. Dabei muss in der zeitgenössischen Malerei nicht unbedingt nur ein einziger Stil in seiner Reinform zur Anwendung kommen, sondern es bilden sich immer öfter höchst interessante Mischformen aus verschiedenen Stilen. Einen besonders nachhaltigen Einfluss hat in der Kunst des 21. Jahrhunderts zweifelsohne die Digitalisierung. Die digitale Technik verändert fast alle Bereiche des künstlerischen Prozesses: So besteht jetzt die Möglichkeit, Bilder zum Beispiel auf Tablets digital zu "malen". Aber auch bereits vorhandene Bilder oder auch Fotografien können mittels einer digitalen Bildbearbeitung zum Kunstwerk werden. Auch für die Übertragung auf ein Medium gibt es heute digitale Lösungen bei den Drucktechniken – und schließlich eröffnet die vernetzte und digitale Welt auch neue Möglichkeiten der Vermarktung.