Kubismus

Beim Kubismus handelt es sich um einen Kunststil, bei dem die Motive im Wesentlichen aus geometrischen Formen wie Rechtecken, Kreisen oder Zylindern komponiert werden. Maßgeblichen Anteil an seiner Entwicklung Anfang des 20. Jahrhunderts hatten die Maler Pablo Picasso und Georges Braque. Der Kubismus zählt zu den großen Innovationen der Malerei und beeinflusste viele andere Stile wie den Expressionismus und die Abstraktion.

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Kubismus

Der Kubismus - eine moderne Formensprache für das frühe 20. Jahrhundert

Rechtecke, Kugeln, Kegel, Zylinder und Dreiecke - viel mehr braucht es aus der Perspektive des Kubismus nicht, um Motive auf der Leinwand entstehen zu lassen. Diese Epoche brachte für die Malerei Anfang des 20. Jahrhunderts bahnbrechende Innovationen und stellte die Weichen für die Klassische Moderne und die Abstraktion. Die Kubismus Künstler hatten mit den zu ihrer Zeit herrschenden Konventionen für die Bildkomposition und Formgebung rigoros gebrochen. Anstatt zu versuchen, die Gegenstände realistisch abzubilden, reduzierten Pioniere wie Pablo Picasso und Georges Braque ihr Formenvokabular im Wesentlichen auf geometrische Objekte, aus denen sie alle Motive von Landschaften über Porträts bis hin zu Stillleben komponieren konnten. Neben Picasso und Braque sind als wichtige Kubismus Künstler Juan Gris, Robert Delaunay, und Lyonel Feininger zu nennen. Auch nach Ende der Hochphase des Kubismus Ende der 1910er-Jahre beeinflusste dieser Stil maßgeblich viele der folgenden Kunstepochen wie Expressionismus, Dadaismus und Futurismus, später dann auch den Surrealismus und die Pop-Art. Auch viele Spielarten der abstrakten Malerei sind im Kern vom Kubismus inspiriert. Bis in die aktuelle zeitgenössische Kunst lässt sich der Einfluss der Kubismus Malerei nachzeichnen. Auch bei ars mundi können Sie Werke der Kubismus Malerei kaufen.

Die Ursprünge der Kubismus Malerei

Die Entstehung und Entwicklung der Kubismus Malerei ist eng verbunden mit den künstlerischen Biografien von Pablo Picasso und Georges Braque. Beide befanden sich Anfang des 20. Jahrhunderts auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen in der Malerei. Die traditionelle Malweise ihrer Zeitgenossen mit einem klar definiertem Bildvordergrund, Bildhintergrund und einer Zentralperspektive sowie dem Postulat einer räumlich und plastisch korrekten Darstellung empfanden sie als ein zu enges Korsett. Für den Entwurf eines neuen Malstils ließen sich die beiden Kubismus Künstler von verschiedenen Tendenzen in der Malerei ihrer Zeit inspirieren. Picasso fand unter anderem bei Paul Gauguin und Henri Rousseau sowie in der Gestaltungsweise der afrikanischen Kunst seine Inspiration. Georges Braque hingegen zeigte sich begeistert von den Arbeiten Henri Matisse und der Kunst des Fauvismus. Viele bedeutende Impulse aber kamen von einem Impressionisten: Paul Cézanne. Dieser hatte sich schon Ende des 19. Jahrhunderts von der akademischen Kunst distanziert und experimentierte mit neuen Farbräumen und Perspektiven. Sein Sinnspruch, dass letztlich alle Formen der Natur auf die Geometrie zurückzuführen seien, wurde für die Kubismus Künstler zum Programm. Von solchen progressiven Kunstideen inspiriert, hatten Picasso und Braque zunächst unabhängig voneinander, später dann auch viele Jahre gemeinsam die Grundlagen für den Kubismus entwickelt. Als Meilenstein für diesen Stil gilt das im Jahr 1907 von Picasso vorgestellte Werk "Les Demoiselles d’Avignon". Dieses Gemälde zeigte bereits einige zentrale Kubismus Merkmale. Picasso definierte die Körper von den fünf Frauen mit vielen rechten Winkeln, eckigen Formen und geometrischen Flächen. Er verwendete auch wenige und gedeckte Farben und vernachlässigte jede Raumtiefe. Mit diesem Meisterwerk hatte Picasso quasi den offiziellen Startschuss für die Kubismus Malerei gegeben.

Die Kubismus Merkmale: Bildkomposition aus geometrischen Formen

Der Kubismus hatte sich in zwei großen Phasen mit jeweils eigenen Schwerpunkten und Merkmalen entwickelt, so dass heute in der Kunstgeschichte zwischen dem Analytischen Kubismus und dem Synthetischen Kubismus unterschieden wird. Nachdem Picasso und Braque mit ihren Ideen den Grundstein gelegt hatten, nahm zunächst der Analytische Kubismus Form an. Die Kubismus Künstler malten grundsätzlich gegenständlich, doch sie stellten ihre Motive mithilfe von geometrischen Formen wie Rechtecken, Dreiecken, Kreisen, Zylindern oder Rhomben dar. Die Kubismus Gemälde waren auch nicht mehr in Bildhintergrund und Bildvordergrund unterteilt, sondern stellten die Bildelemente gleichberechtigt nebeneinander. Auch auf die Zentralperspektive verzichteten die Kubismus Künstler und setzten stattdessen auf eine Allansichtigkeit, das heißt, sie stellten die Bildobjekte aus mehreren Perspektiven gleichzeitig dar. Darüber hinaus verlor die Farbe an Bedeutung und die Kubisten verwendeten nur eine kleine und eher blasse Farbpalette.

In der zweiten Stufe, dem Synthetischen Kubismus, blieb die Mehransichtigkeit der Objekte erhalten, doch die Künstler entfernten sich noch stärker von den Gegenständen. Anstatt mit den geometrischen Körpern reale Objekte nachzubauen, konstruierten die Kubisten nun mit ihrem Formenvokabular neue Bildgegenstände. Außerdem legten die Künstler wieder mehr Wert auf die Farben und malten in kräftigeren Tönen in einer größeren Vielfalt. Das Kompositionsprinzip und die wiedergewonnene Farbigkeit fanden auch in der Technik der Collage ihre Entsprechung, die sich ebenfalls zu dieser Zeit entwickelte. Einige Kubismus Künstler begannen, neben der Farbe auch noch andere Materialien wie Zeitungsausschnitte, Textilien, Holz, Glas oder Sand auf die Leinwand aufzutragen und ließen mit diesen Versatzstücken ihre Bildobjekte entstehen. Einige stilistische Merkmale aus beiden Phasen des Kubismus fanden sich später bei den Expressionisten von "Brücke" und "Blauer Reiter" sowie den Konstruktivisten und verschiedenen Formen der Abstraktion wieder. Gemälde aus diesen wichtigen Epochen können Sie ebenfalls bei ars mundi kaufen.