Bild "Barnabé" (1979)
Bild "Barnabé" (1979)
Kurzinfo
Limitiert, gesamt 63 Exemplare | nummeriert | signiert | Farblithografie auf Papier | gerahmt | Format 111 x 82 cm
Detailbeschreibung
Bild "Barnabé" (1979)
Die Lithografie "Barnabé" zeigt keine erzählerische Figur im klassischen Sinn, sondern eine energetische Konstellation - ein Bild, das eher entsteht, als dass es komponiert wird. Mirós Farben sind nie Fläche, sondern Ereignis: Sie pulsieren, springen, stoßen einander ab oder ziehen sich an. "Barnabé" ist in diesem Sinn keine Darstellung, sondern eine Bewegung, eine visuelle Atemgeste.
Wie viele seiner späten Arbeiten verbindet das Blatt mediterrane Leichtigkeit mit einer radikal autonomen Bildlogik. Die Linie ist kein Umriss, sondern musikalischer Impuls. Gleichzeitig wirkt nichts improvisiert: Jede Setzung hat die Konsequenz einer Notation. "Barnabé" zeigt Miró auf dem Höhepunkt dieser Meisterschaft: ein Künstler, der der Welt keine Geschichte mehr erzählt, sondern ihre innere Schwingung hörbar macht.
Farblithografie, 1979. Auflage: 50 Exemplare + 13 H.C-Exemplare römisch nummeriert auf Arches Papier, nummeriert und signiert. Verlegt bei Maeght Èditeur, Paris. Gedruckt bei Arte Adrien Maeght, Paris. Werkverzeichnis Maeght 1180. Motivgröße 89 x 61 cm. Blattformat 90,5 x 63 cm. Format im Rahmen 111 x 82 cm wie Abbildung.
Hersteller: ars mundi Edition Max Büchner GmbH, Bödekerstraße 13, 30161 Hannover, Deutschland, [email protected]
Über Joan Miró
1893-1983, spanischer Maler, Grafiker, Bildhauer und Keramiker.
Joan Miró gilt als einer der wichtigsten Vertreter des Surrealismus. Der Künstler, der den abstrakten Expressionismus maßgeblich beeinflusste, fand seinen eigenen Weg zu einer abstrakten Formensprache aus stark konturierten surrealen Formen, ohne jedoch den Bezug zum Gegenstand aufzugeben.
Joan Miró wurde 1893 in der spanischen Kunstmetropole Barcelona geboren. Trotz des anfänglichen Widerwillens seines Vaters, der Goldschmied und Uhrmacher war, erhielt er schon als Kind Zeichenunterricht. Er besuchte eine Handelsschule und die Kunstakademie La Llotja, wo Pablo Picasso nur zehn Jahre zuvor Kunstunterricht genommen hatte.
Von 1919 an lebte Miró abwechselnd in Spanien und Paris. In der Welthauptstadt der Kunst sowie in Barcelona hatte er ab 1921 sein Atelier. Kurz darauf entsteht das berühmte Gemälde „Der Bauernhof“ - es zeigt den Übergang von einer realistischen Sichtweise zu bildhaften Traumvisionen.
In Paris verkehrte Joan Miró auch mit den eloquenten Surrealisten, bei denen er ein stiller Außenseiter blieb. Dennoch stellte er 1925 gemeinsam mit ihnen aus. Seine Bilder werden nun zunehmend abstrakter und symbolischer. Eine Reise nach Holland inspiriert ihn zu den „Holländischen Interieurs“. Im Jahr darauf, 1928, heiratet er, gerät in eine künstlerische Krise und will nach eigenem Bekunden „die Malerei ermorden“.
Doch Miró beschloss, sie am Leben zu erhalten und triumphierte. Seine präzise geplanten Bilder werden klarer und enthalten oft nur wenige assoziative Zeichen, Symbole und archetypische Elemente wie Sterne, Vögel und Augen. Sie bestehen mehr und mehr aus großen, sich überlagernden Flächen in kräftigen Farben, die Mirós Stärke als Kolorist offenbaren. Der Bildraum wird zunehmend zweidimensional. Sie evozieren eine fast kindliche Wirkung.
Um 1930 entstehen seine ersten „Papiers Collés“, Collagen und Reliefs. Neben seinen Gemälden schuf er auch ein umfangreiches grafisches Werk, wie Lithografien, Radierungen und Holzschnitte, die den Künstler bekannt machten. Außerdem schuf er surreale Objekte und Keramiken.
In der ersten Hälfte der 1950er Jahre wird sein Werk von der Grafik und der Keramik dominiert. Er lebt heute in Palma de Mallorca und erhält zahlreiche Aufträge für Wandkeramiken in öffentlichen Gebäuden, zum Beispiel für den Sitz der UNESCO in Paris, das Guggenheim Museum in New York oder die Harvard University in Cambridge, Massachusetts. 1964 wurde in Saint-Paul-de-Vence, Südfrankreich, die Fondation Maeght eingeweiht, für deren Garten „Le Labyrinthe“ Miró Skulpturen und Keramiken entwarf.
Die Werke von Joan Miró wurden weltweit in zahlreichen Ausstellungen präsentiert. Im Jahr 1941 fand die erste Retrospektive im Museum of Modern Art in New York statt. Der Künstler erhielt zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen. Im Jahr 1968 gibt die Stadt Barcelona den Bau des Miró-Museums in Auftrag, für das der Künstler vierzig Werke stiftet.
Joan Miró stirbt im Alter von 90 Jahren am Weihnachtstag 1983 in Palma de Mallorca.
Bezeichnung für die von der gegenständlichen Darstellung losgelöste Malerei und Plastik, die sich ab etwa 1910 in immer neuen Stilvariationen über die ganze westliche und Teile der östlichen Welt verbreitete. Als Begründer der abstrakten Kunst gilt der 1866 geborene russische Maler Wassily Kandinsky. Weitere bedeutende Künstler der abstrakten Kunst sind K.S. Malewitsch, Piet Mondrian u.a.
Objekte zur abstrakten Kunst
> Abstrakte Bilder
> Abstrakte Skulpturen
Bereich der Grafik, der die künstlerischen Darstellungen umfasst, die durch verschiedene Drucktechniken vervielfältigt werden.
Druckgrafische Techniken sind u.a. Holzschnitt, Kupferstich, Radierung, Lithografie, Serigrafie.