Frida Kahlo

Frida Kahlo (1907-1954) ist bis heute die mit Abstand bekannteste Malerin Mexikos, wenn nicht sogar Lateinamerikas. Ihre Bilder wurden von der mexikanischen Regierung offiziell zum "nationalen Kulturgut" erklärt.

Ihr Selbstbildnis "Roots" erzielte im Mai 2006 einen Versteigerungserlös von 5,6 Mio US$ und gilt damit als das bislang teuerste Bild eines lateinamerikanischen Künstlers.

In ihren eindringlichen Selbstporträts und symbolreichen Bildwelten verband sie persönliche Erfahrungen mit Themen wie Identität, Schmerz, Liebe und kultureller Zugehörigkeit. Inspiriert von der mexikanischen Volkskunst entwickelte sie eine unverwechselbare Bildsprache, die bis heute Menschen auf der ganzen Welt fasziniert. Ihre Werke stehen gleichermaßen für künstlerische Ausdruckskraft, Selbstbestimmung und die Kraft, persönliches Erleben in universelle Kunst zu verwandeln.

Ihr Mann, der berühmte mexikanische Maler, Aktivist und Moralist Diego Rivera (1886-1957), will Frida nie künstlerisch beeinflusst haben, sondern soll ihre Eigenart und Selbstständigkeit stets voll akzeptiert haben. Einem Kritiker schrieb er: "Ich empfehle sie Ihnen nicht, weil ich ihr Ehemann bin, sondern weil ich ein fanatischer Bewunderer ihres Werkes bin." Nach ihrem Tod bekannte er, sie sei das Wichtigste in seinem Leben gewesen. Frida Kahlo notierte in ihren Tagebüchern, sie hätte ohne Diegos Liebe das qualvolle Dasein nicht ertragen können. Die Jahre ihrer Ehe waren geprägt von Kahlos schwerer Krankheit und dramatischen Eifersuchtsszenen. Sie ließen sich scheiden und heirateten im Dezember 1940 erneut. 1954 starb die 21 Jahre jüngere Kahlo und nur drei Jahre später Rivera.

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