Bild "See-Ufer" aus "Vorfrühling im Gebirge" (1922)
Bild "See-Ufer" aus "Vorfrühling im Gebirge" (1922)
Kurzinfo
Limitiert, 125 Exemplare | signiert | gestempelt | Lithografie auf Velin | gerahmt | Format 60 x 69 cm
Detailbeschreibung
Bild "See-Ufer" aus "Vorfrühling im Gebirge" (1922)
Lithografie, 1922. Auflage 125 Exemplare auf Velin. Signiert. Unten rechts mit Prägestempel des Verlages. Rückseitig mit blauem Sammlerstempel. Verlegt von Euphorion Verlag, Berlin, 1922. Aus der 5-teiligen Mappe "Vorfrühling im Gebirge". Werkverzeichnis: Müller 568. Motivgröße 32 x 43 cm. Blattformat 46 x 59,7 cm. Format im Rahmen 60 x 69 cm wie Abbildung.
Hersteller: ars mundi Edition Max Büchner GmbH, Bödekerstraße 13, 30161 Hannover, Deutschland, [email protected]
Über Lovis Corinth
"Die wahre Kunst hat (...) keinen praktischen, gewinnbringenden Beigeschmack. Sie ist sich Selbstzweck. Egoistisch wie ein Gott steht sie da in ihrer ganzen Schönheit." (Lovis Corinth)
Das Werk Lovis Corinths (1858-1925) ist als gesamtes schwer zu fassen. Selbst die immer wieder zu findende Einordnung in einen "deutschen Impressionismus" in Abgrenzung zum französischen ist durchaus bedenklich - Corinth experimentiert sehr wohl mit der Wirkung von Farbe im Sinne einer Verselbstständigung der Bildmittel, aber naturwissenschaftlich-akademische Berechnungen, Farbsysteme oder eine Begründung der Farbwirkung aus der Physik heraus sind ihm weitgehend fremd. Überhaupt steht er quer zu den künstlerischen Strömungen seiner Zeit und viele der neuen Ansätze der jungen Avantgarde überzog er gar als "Rezeptkunst" mit ätzendem Spott.
Aber nur oberflächlich betrachtet erscheint Corinth als "konservativer" Maler. Einerseits blieb er zeitlebens der figurativen, realistischen Malweise verhaftet. Seine Gewährsleute blieben die alten Niederländer, allen voran Rembrandt, und er starb in der Nähe von Amsterdam, weil er sie dort noch einmal im Original bewundern wollte. Andererseits aber galt er als Rebell und Neuerer und führte die klassischen Genres (Historienbilder, biblische und mythologische Themen) immer wieder mit höchst subjektivem Blick bis hin zu Parodie und Travestie. Am Ende also war er ganz und gar herausragender Zeitgenosse seiner Kunstepoche und wurde auch als solcher wahrgenommen. Modern war er ohnehin in jeder Hinsicht, und die Reihe seiner berühmten Selbstporträts zeigen den bisweilen labilen, zwischen Kunstrausch und Depression zerrissenen Corinth als Meister der psychologischen Selbstausdeutung.
Von besonderer Bedeutung ist Corinths Spätwerk. Da sind zunächst die Walchenseebilder, die von 1919 an in der Nähe von Urfeld im Süden Münchens entstehen und in denen der Maler die Landschaftsmalerei neu für sich entdeckt. Aber auch in anderen Sujets, etwa dem Porträt oder dem Stillleben, sucht und findet er neue Ansätze.
Bereich der Grafik, der die künstlerischen Darstellungen umfasst, die durch verschiedene Drucktechniken vervielfältigt werden.
Druckgrafische Techniken sind u.a. Holzschnitt, Kupferstich, Radierung, Lithografie, Serigrafie.