Bild "Marine (with Three Sailboats)" (1918)
Bild "Marine (with Three Sailboats)" (1918)
Kurzinfo
Limitiert | signiert | betitelt | Holzschnitt auf Papier | gerahmt | Format 27 x 30 cm
Detailbeschreibung
Bild "Marine (with Three Sailboats)" (1918)
Während die Radierungen und Lithografien im Gesamtschaffen von Lyonel Feininger überschaubare Werkgruppen blieben, nimmt sein umfangreiches Holzschnittwerk eine gleichberechtigte Stellung zu den Gemälden und Aquarellen in seinem Œuvre ein. Neben Kirchen, Dörfern und Stadtansichten konzentrierte sich der Künstler, der zeitlebens fasziniert vom Meer war, bei diesem Werkkomplex motivisch vor allem auf maritime Bildthemen wie Segelschiffe, Häfen und Küstendarstellungen.
Feininger, der in seiner zweijährigen obsessiven Schaffensperiode der Holzschnitte für den Bildträger selbst eine große Leidenschaft entwickelte, legte auch bei der Papierauswahl großen Wert auf dessen Qualität. Durch das hochwertige und sehr feine Papier kommen die markanten Kontraste von Schwarz und Weiß, von Linien und Flä- chen bei dieser absolut sammelwürdigen und vom Künstler im linken unteren Bildrand signierten Arbeit besonders eindrücklich zur Geltung.
Holzschnitt auf Papier, 1918. Signiert und betitelt. Werkverzeichnis Prasse W 164. Motivgröße 11,9 x 12,7 cm. Blattformat 21,8 x 27,6 cm. Format im Rahmen 27 x 30 cm wie Abbildung.
Hersteller: ars mundi Edition Max Büchner GmbH, Bödekerstraße 13, 30161 Hannover, Deutschland, [email protected]
Über Lyonel Feininger
1871-1956
Lyonel Feininger ist bekannt für seine vom Kubismus und von der Kunst Robert Delaunays angeregten Straßen-, Stadt- und Schiffsdarstellungen, die sich aus prismatisch gebrochenen Formen zusammensetzen.
Der Maler und Grafiker wurde 1871 in New York als Sohn deutscher Musiker geboren. Mit 16 Jahren kam er anlässlich einer Konzertreise seiner Eltern erstmals nach Deutschland und blieb dort, um an der Hamburger Kunstgewerbeschule und später an der Königlichen Akademie in Berlin zu studieren. Nach einem Studienaufenthalt in Paris lebte und arbeitete er viele Jahre in Deutschland, wo er der Künstlergruppe "Blauer Reiter" nahestand und seit 1919 als Meister für die grafischen Werkstätten das "Bauhaus" in Weimar, Dessau und Berlin prägte.
Feininger hat, neben Schlemmer, das Ordnungsideal des Bauhauses am deutlichsten verwirklicht. Für ihn ist der Ausgangspunkt nicht die menschliche Figur, sondern die Architektur, der strenge geometrische Aufbau der Formen, den er an den Kirchen der Gotik beobachten konnte. Seine Studien der Architektur deutscher Kleinstädte begründeten seinen lichtdurchfluteten, prismenartigen Stil, der Vorbild für viele werden sollte.
Zuerst widmete sich Feininger deutschen Stadtansichten und Kirchen. In der Zeit des Nationalsozialismus galten Feiningers Werke offiziell als "entartet", was ihn 1937 veranlasste, nach New York zurückzukehren. Hier entstanden seine berühmten Impressionen der Architektur Manhattans und New Yorks.
Bereich der Grafik, der die künstlerischen Darstellungen umfasst, die durch verschiedene Drucktechniken vervielfältigt werden.
Druckgrafische Techniken sind u.a. Holzschnitt, Kupferstich, Radierung, Lithografie, Serigrafie.